Für Sie gelesen


Stand: 27. August 2018

Führung von Mitarbeitern
Fallstudie zum Personalmanagement

 

Michel E. Domsch; Erika Regnet, Lutz von Rosenstiel (Hrsg.)
4. Auflage, Schäffer-Poeschel, Stuttgart

 

„Bologna“ hat in den Augen vieler das Studium verschult. „Studiere mich!“ war die folgerichtige Reaktion seitens der Studenten (m/w/d). Glücklicherweise aber folgt auf jeden Trend ein Gegentrend. Und so orientieren sich aktuell viele Hochschulen, gleichgültig, ob Duale Hochschulen, Fachhochschulen, aber auch Universitäten, zunehmend an der Praxis und den dort auftauchenden Problemstellung, die noch nie, derzeit aber noch weniger denn je, mit „eindimensionalen“ Ansätzen gelöst werden konnten. Kein Wunder also, dass in vielen Bereichen Fallstudien eingesetzt werden, auch um schon während des Studiums Themengebiete praxisnah und anwendungsorientiert zu bearbeiten. Neben Methoden- und Fachkompetenzen werden so auch weitere Schlüsselkompetenzen wie Sozial- und Selbstkompetenz erworben und trainiert – durchaus mit Blick auf den Arbeitsmarkt. Arbeitgeber verlangen zunehmend ein „Thinking outside the box“ von ihren zukünftigen Führungskräften, die sich ihrerseits den Herausforderungen stellen müssen, die die Ansprüche der Generation Y und Z an ihre zukünftigen Arbeitgeber mit sich bringen.

 

Mit „Führung von Mitarbeitern“, Schäffer-Poeschel, ist den Herausgebern Michel E. Domsch, Erika Regnet und verstorbene Lutz von Rosenstiel auch in der 4. Auflage eine aktuelle Sammlung von Fallstudien zum Personalmanagement gelungen, die das Textbuch „Führen von Mitarbeitern“ bestens ergänzt. Das Schöne – und wohl Einzigartige dabei: Die Fälle sind nicht „professoral ausgedacht“, sondern – natürlich unter Wahrung des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte – der „ganz normalen“ betrieblichen Realität entnommen. Damit kann niemand sagen: „Das gibt’s doch nicht!“ Und: Die Fälle sind nach unterschiedlichen Lösungsansätzen und nach unterschiedlichen Hierarchieebenen aufgebaut. Damit kann also nicht nur „der junge Spund“, sondern auch der „alte Hase“ noch etwas lernen.

 

Risikomanagement in Unternehmen

Interkulturelle Betrachtungen zwischen Deutschland, Österreich und der Türkei

Stephan Schöning

E. Handan Sümer Göğüş

Helmut Pernsteinger (Hrsg)

Springer-Gabler, Wiesbaden 2017

Beim Stichwort "interkulturell" denken viele mit Sicherheit an vieles, nur nicht an "Risikomanagement". Den drei Herausgebern und Autoren ist es zu verdanken, dass diese Ausprägung von "Interkulturalität" den ihr gebührenden Rahmen erhält.

Zweifelsfrei hat Risikomanangement sowohl für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) als auch für Großunternehmen oder international agierende Konzerne eine große Bedeutung. benso zweifelsfrei hat Risikomanagement eine sehr große volkswirtschaftliche Bedeutung. Nicht nur die aktuellen Entwicklungen in der Türkei zeigen dieses, sondern auch die - zu befürchtenden - Entwicklungen im "Exportstar" Deutschland. Ebenfalls zweifelsfrei ist es das Bestreben jeden Unternehmers, sein Unternehmen vor Risiken zu schützen, gleichgültig ob in Deutschland, der Türkei oder Österreich.

Um Risiken managen zu können, müssen sie zunächst als solche identifiziert und bewertet werden.  Viele Risiken werden zwischenzeitlich wegen der Globalisierung, wegen der zunehmenden Internationalisierung auch von KMU  in den meisten Unternehmen gleich eingeschätzt. Was aber noch lange nicht heißt, dass ihnen auch gleich begegnet wird oder in gleicher Weise Vorsorge getroffen wird. Gerade hier gibt es kulturell bedingte Unterschiede und Abweichungen. Interessant ist das deshalb, weil viele deutsche und österreichische Unternehmen auch in der Türkei aktiv sind. Umgekehrt wurden viele Unternehmen in Deutschland udn Österreich von türkisch-stämmigen Menschen gegründet. Es läge also nahe zu unterstellen, dass hier durch die engen Verbindungen dieser drei Kulturen auch das Risikomanagement das gleiche ist.

Dass dem nicht so ist, lässt sich spätestens aus der Existenz des Buchs schließen, das diese Lücke schließt. Die drei Herausgeber sowie die durchweg namhaften (Mit-)Autoren haben die gesetzlichen Regelungen zum Risikomanagement beleuchtet, die Interdependenzen von Management-Risiken aufgezeigt, erklärten, wie Finanzrisiken vorgebeugt werden kann und wie eine fundierte, moderne Risikoberichterstattung aussieht.  "Ganz nebenbei" ist dabei ein wirklich lesenswertes Sammelwerk entstanden, das zeigt, welche Auswirkungen "Kultur" auf vermeintlich "rein rationale" Thematiken hat.

Governance, Risk and Compliance Management in China
Practical Guidance for Executives
Philipp Senff / Richard Zhang (Hrsg.)
Freiburg i.Br. 2018, Haufe

 

Es ist eine Platitüde, wird aber „im Eifer des Gefechts“ oft so lange aus den Augen verloren, bis einem die bittere Realitität einholt: In einer globalisierten Wirtschaftswelt geht nichts ohne internationale Geschäftsbeziehungen. Und international bedeutet – gleichgültig von welchem Standpunkt aus gesehen – zunächst einmal „fremd“, „nicht gewohnt“, „seltsam“, „anders“. Das gilt selbst für MNC, also „multinational companies“, denn jeder Standort befindet sich in einem anderen kulturellen Umfeld und mithin muss sich die Unternehmenskultur an den jeweiligen Landeskulturen messen lassen und teilweise auch reiben.

 

Den beiden Herausgebern Philipp Senff und Richard Zhang ist es mit dem Sammelband „Governance, Risk, Compliance Management in China“ gelungen, eine illustre und vor allem allesamt China-erfahrende Autorenschaft aus Industrie, Unternehmensberatungen und Wissenschaft zu gewinnen, um kompetent die jeweiligen Felder des unerschöpflich erscheinenden Themas „Corporate Integrity“ in China zu beleuchten, wie beispielsweise Korruptionsrisiken, Umwelt-Compliance, Fraud Prevention oder IT-Security.

 

Interessant – aber nicht nur – für den Praktiker sind die Fallstudien (aus der Realität), die Checklisten und last but not least die Praxis-Tipps.

 

 

Project Canvas – Innovative Methoden für professionelles Projektmanagement

Kor, Rudy

Bos, Jo

van der Tak, Theo

Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2018

 

Projektmanagement ist ein systematischer Prozess zur Führung komplexer Vorhaben. Es umfasst die Organisation, Planung, Steuerung und Überwachung aller Aufgaben und Ressourcen, die notwendig sind, um die Projektziele zu erreichen. „So einfach ist das!“ Wenn man denn immer genau wüsste, was das Ziel ist, wo der „Point of no Return“ ist und man nicht wüsste, dass der (Projekt-)Teufel sowohl im Detail als auch im „Großen und Ganzen stecken kann. Folglich fürchten auch viele Projekte wie selbiger das „Weihwasser“. Projekte enden oft – je begeisterter sie aufgenommen und angefangen wurden, desto schneller und endgültiger – in Frust und Ablehnung. „Warum war ich bei ‚drei‘ nicht auf den Bäumen?“ Was führt zu dem Widerwillen? Nicht der Unwille von Mitarbeitern, kreativ zu sein, sondern die Bürokratie: Pläne so lang wie Tapetenbahnen, unüberschaubare Excel-Tabellen, vermeintlich ausgefeilte Reportingsysteme, … Allesamt haben sie eines gemeinsam: Sie ersticken die Kreativität und die Begeisterung der Mitarbeitenden.

 

Dabei kann es, folgt man der Idee von Cor, Bos und van der Tak, recht einfach sein, Klarheit über ein Projektvorhaben zu gewinnen und zu behalten. Fünf „W“, Was? Wer? Wie? Worin? und Womit? –sind die Grundlage für „Project Canvas*“. Die Antworten auf die Fragen decken zusammen 15 Themenbereiche, die „Elemente" ab. So umfasst die Wie-Frage die Elemente Vorgehensweise, Risiken und Abhängigkeiten. Bei der Worin-Frage richtet sich das Augenmerk auf die Rahmenbedingungen und die Qualität. Im Zentrum steht dabei immer das Ergebnis. Die 15 Elemente werden in einer einzigen Übersicht, dem Canvas, abgebildet. So hat das Projektteam alle relevanten Aspekte immer im Blick. Es gebe weder einen festgelegten Anfang noch eine vorgegebene Reihenfolge – ein anarchisches, chaotisches Vorgehen also, das noch dazu von keinem Team verlangt, sich den Regeln des oder der anderen anzupassen. Jeder kann „seinen Stiefel“ machen, so lange er kommunziert.

 

Die Autoren betonen auch, dass Detailverliebtheit schade, dass es wichtig(er) sei, das Projekt auf seinen Kern zu reduzieren, um fundiert zu entscheiden, ob das Projekt fortgeführt oder „beerdigt“ werden soll.

 

Das Methode „Projekt Canvas“ unterstützt die aktuell gängigen Projektmanagement-Frameworks wie Scrum, agiles Projektmanagement, PRINCE2 und PMBoK ISO I 21500. Für den Einsatz im Projektalltag enthält das Workbook Muster für ein leeres Project Canvas sowie weitere Vorlagen und konkrete Praxisbeispiele bereit – auch zum Download auf sp-mybook.de.

 

* Für die Nicht-Segler unter uns: Leinwand, Segeltuch (lt. Duden)

 

 

Lütge, Christoph

Uhl, Matthias

Wirtschaftsethik

Verlag Franz Vahlen, München, 2018

 

In Zeiten, in denen ethische Grundhaltungen zum "Luxus" derjenigen, die es sich leisten können, oder leisten wollen, zu verkommen scheinen, in Zeiten, in denen Effizienz in beide Richtungen, also sowohl was die Wachstums- und Umsatz- als auch die Kostenseite anbelangt, ein "Quasi-Glaubenssatz" nicht zu werden droht, sondern bereits zu sein scheint, ist es wichtiger denn je, die Frage zustellen, ob Wirtschaft und Ethik durch einen Bindestrich verbunden oder getrennt werden, oder ob vielmehr eine wirkliche "Wirtschaftethik" ohne jegliches unverbindlich Verbindende oder gar Trennende notwendiger ist denn je.

Lütge und Uhl haben sich der Aufgabe angenommen, die ungetrennte Wirtschaftsethik für die Lehre aufzubereiten. Es ist wohltuend, wie sie zunächst dem wirschaftlichen Gedanken verbunden schnörkellos, aber dennoch profund die Grundlagen und Ausprägungen erläutern und kritsch aktuelle sowohl volks- als auch vor allem betriebswirtschaftliche Problemfelder anzusprechen, wie beispielsweise  die Globalisierung, Armut und Reichtum, aber auch Compliance und Corporate Social Responsibility.

Dass vor jedem Kapitel die Inhalte graphisch auf einer Seite in Aussicht gestellt werden, das die Lernziele formuliert werden, dass das Kapitel nochmals inhaltlich kurz dargestellt wird und am Ende die im Kapitel verwendete Literatur aufgeführt wird, ist dem heutigen Lese- und Lernverhalten geschuldet - und freut damit nicht nur interessierte Studierende, sondern auch andere interessierte Leser!

 

 

 

 

Gloger, Axel

Betriebswirtschaftsleere – wem nützt BWL noch?

Verlag NZZ, FAZ-Buch; 2016

 

Das Fazit dieses Buchs ist einfach: „Es kann auch einem BWLer nicht schaden, hin und wieder den gesunden Menschenverstand zu benutzen.“ Es hätte aber auch nicht schaden können, einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Dann hätte konstatiert werden können, dass BWL nicht nur an ‚abgehobenen‘ Universitäten gelehrt wird, sondern in Fachhochschulen – staatlichen wie privaten – in genau der Praxisnähe angeboten wird, die Axel Gloger vermisst. Neue Lehrkonzepte, wie beispielsweise CORE (Competence Oriented Research and Education) der SRH Hochschulen Heidelberg und Calw (Ja, stimmt! Niemand braucht extra zu ‚googeln‘, ich bin Professorin in Calw – und das auch noch für Betriebswirtschaftslehre. Das war also der ‚Betroffenheits-‚ gefolgt von dem ‚Werbeblock‘), aber auch beispielsweise an der Université de Strasbourg oder den Dualen Hochschulen lassen Studenten (und natürlich auch die –innen) praxisnahe Erfahrungen schon während ihres Studiums machen, Projekte aus der Wirtschaft konkret umsetzen und natürlich auch evaluieren: Was wurde warum richtig gemacht, was falsch? Frontalvorlesungen à la Nürnberger Trichter mag es noch geben, ich persönlich aber kenne niemanden mehr, der diese praktiziert. Leider aber hat Gloger mit Vielem recht, wenn er darstellt, dass unternehmerischer Mut kaum noch vorhanden ist, dass wir eine Absicherungskultur pflegen, wie BWL gelebt wird und was aus dem Wissen, das während des Studiums gewonnen wurde, gemacht wird. Insofern ist das Buch den Praktikern vor Ort, also an den Schaltstellen der Unternehmen direkt, unbedingt zu empfehlen, denn sie sind es, die das neue Wissen und die neuen Erfahrungen, die viele während ihres Studiums erarbeitet und gewonnen haben, recht schnell auf – ein teilweise erschreckend niedriges – ‚Normalniveau‘ stutzen.

 

 

Vahs, Dietmar, Schäfer-Kunz Jan

Einführung in die Betriebswirtschaftslehre

Schäffer-Poeschel, 7.Auflage, 2015

 

Fast 800 Seiten Einführung – da fragt sich der geneigte Leser, wie denn noch vertieft werden kann. Bei Interesse kann natürlich immer noch vertieft werden, muss aber nicht notwendigerweise, denn mit den vier Teilen „Konstitutive Entscheidungen“, „Unternehmensführung“, „Rechnungs- und Finanzwesen“ sowie „Leistungserstellung“ geben Vahs und Schäfer-Kunz einen an den Lebensphasen eines Unternehmens orientierten, fundierten Über- und Einblick in die betriebswirtschaftlich wichtigsten Gebiete. Sowohl Studenten als auch Professoren (auch in der jeweils weiblichen Form) dürften die Hinweise, die die Autoren zum Lernen und zum Lehren geben, sehr schätzen. Ob es als „Diskriminierung“ anzusehen ist, dass die Lösungen zu Aufgaben und Fallstudien nur für die Lehre zugänglich sind, dürfte eine(nicht ganz ernstgemeinte) Frage des Standpunkts sein, ...

 

Leffers Nina, Morgner Sebastian, Perry Thomas, Wreschniok Robert

Der ganz normale Change-Wahnsinn

Murmann Publishers, 2016

 

„Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig‘ ab“, soll ein Sprichwort der Dakota-Indianer sein. Wir nehmen dies so natürlich nicht hin, sondern erklären – obwohl rund 70 Prozent aller Veränderungsinitiativen in Organisationen (so die Autoren) scheitern – dass wir das Pferd doch immer so geritten haben (Killerphrase), oder stellen Vergleiche mit anderen toten Pferden an (Benchmark), oder erklären, dass ein totes Pferd von Anfang an unser Ziel war. Manche bleiben auch sitzen, bis das tote Pferd wieder aufsteht. Das sind dann in der Praxis wohl die „Gewinner“ vieler Changeprozesse, auch wenn das „Pferd“ darüber stirbt.  Ein trauriges Zwischenfazit: Viele – auch die notwendigen – Changeprozesse sind gut gemeint, aber nicht gut gemacht. Es verwundert also nur wenig, dass „Change“, gleichgültig, ob durchgeführt oder „nur“ angedroht, zum Stressfaktor Nr. 1 für Führungskräfte und Mitarbeiter geworden ist, statt als das akzeptiert zu werden, was er ist, nämlich überlebensnotwendig. Aber Veränderungen sind anstrengend und endlos – nichts also für Zauderer oder ‚Couchpotatoes‘, die es auf allen Hierarchieebenen gibt. Leffers, Morgner, Perry und Wreschniok ließen sich aber offensichtlich nicht von ihren eigenen Erfahrungen entmutigen, sondern zeigen fundiert, und(!) praxisorientiert in vier Aktionsfeldern auf, dass, vor allem aber wie Wandel gelingen kann. Vor der Lektüre sei aber „gewarnt“ – sie könnte zu einem „Change“ führen.

 

Nöllke Matthias

Psychologie für Führungskräfte

C.H. Beck, 2. Auflage 2016

 

Wer Menschen nicht mag, sollte keine Führungsposition anstreben. Soweit die Binsenweisheit. Aber selbst wenn man Menschen ‚eigentlich‘ mag und gerne mit ihnen (zusammen-)arbeitet, ist es nicht immer leicht und – immer öfter – auch zum Verzweifeln. Psychologische Grundkenntnisse helfen – nicht nur beim Verstehen dessen, was bei Einzelnen, in Gruppen oder Teams „da gerade abläuft“, sondern vor allem auch beim sinnvollen und effektiven Gegensteuern. Nöllke gelingt es in kompakter Form – dem Reihentitel also gerecht werdend – sowie verständlich und an der Praxis ausgerichtet, Charaktere zu zeichnen, Entscheidungsfallen zu analysieren,  Macht und Einfluss zu entdämonisieren, Konfliktpotenziale aufzuzeigen und gruppendynamische Prozesse zu erklären. Achtung: Der kleine Kompaktratgeber könnte Appetit auf mehr machen!

 

Tsao-Adolphs Peter, Borgmann Gabriele

Unternehmenszerstörer – Corporate Finance als Abwehrstrategis oder: Wie eine Erbin ihr Familienunternehmen rettete

Springer Gabler, 2016

 

Das Buch erschreckt: Erstens weil immer noch(!) Frauen in der Wirtschaft als Exotinnen und/oder ‚Hascherl‘ wahrgenommen werden; zweitens weil immer noch(!) viele Unternehmer denken, sie haben das ewige Leben, so dass keine Vorsorge getroffen werden müsse und last but bei weitem not least, weil Eigensinn und die Unfähigkeit, sich eigene Fehler einzugestehen und daraus zu lernen immer noch(!) zu den unternehmerischen Kernkompetenzen zu zählen scheinen. Das Buch macht Mut: Erstens, weil es zeigt, dass gesunder Menschenverstand und Menschenkenntnis, aber auch Emotionen unabdingbar sind, wenn es gilt, eine Krise zu bewältigen und zweitens, wie wichtig ein richtiger Berater ist. Wer lange genug „im Geschäft“ ist, der weiß, dass die Szenarien, die Tsao-Adolphs und Borgmann beschreiben, abenteuerlich anmuten, aber sich häufig genug genauso abspielen. Die beiden Autoren belassen es aber nicht bei einer reinen anonymisierten Sachverhaltsgestaltung, sondern zeigen rechtlich und betriebswirtschaftlich fundiert auf, wie der „Turnaround“ trotz aller Hindernisse gelingen kann.

 

Flamm Eberhard P.

Kontrolle als Motivationsinstrument – Mit Sicherheit besser führen

tredition 2016

 

Kontrolle hört sich „igitt“ an. Denn wer kontrolliert, vertraut angeblich nicht. Wer so argumentiert, vergisst, dass „blindes Vertrauen“ kein Zeichen von Stärke, sondern von Dummheit ist. Lenin wird der Satz zugeschrieben: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ Flamm formuliert den Satz sinngemäß um in: „Ohne Kontrolle kein Vertrauen“. Denn dass der, der delegiert, auch kontrollieren muss, steht zweifelsfrei fest. Der Grund: Es können zwar Aufgaben delegiert werden, nicht aber die Verantwortung für die Erledigung der Aufgaben. Entscheidend ist nicht dass, sondern wie(!) kontrolliert wird und das Feedback erfolgt. Es ist also nur folgerichtig, dass Kontrolle ein vertrauensbildendes Führungsinstrument ist. Flamm macht deutlich: Nur wer kontrolliert hat, kann auch fundiert loben. Ein kleines, mit knapp 76 Seiten schnell lesbares Buch, das sich vor allem zu lesen lohnt, weil es es „in sich hat“.

 

Kelber Markus, Zeißig Rolf, Birkefeld Jan

Rechtshandbuch Führungskräfte; Arbeits-, Gesellschafts-, Sozialversicherungs- und Steuerrecht

C.H. Beck, 2016

 

Wird man gefragt, was eine Führungskraft kennen und können muss, denken die meiste wohl zunächst an „Führen“, an „Soft Skills“. Dass sich eine Führungskraft dabei nicht im rechtsfreien Raum bewegt, wird als „eigentlich“ selbstverständlich vorausgesetzt – ist aber „so einfach“ beileibe nicht. Denn es kommt darauf an zu wissen, was darf ich als Führungskraft überhaupt? Das Aufgabengebiet und mithin die Kompetenzen hängen von der Rechtsform des Unternehmens ab, in dem die Führungskraft tätig ist. Was also muss sie kennen: Gesellschaftsrecht.  Die Grenzen von Weisungsrechten, Motivation, Strafen, Abmahnungen, Kündigungen ... setzt das Arbeitsrecht. Kenntnisse darüber, welche finanziellen, vor allem steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Folgen Beförderungen oder Incentives haben, welche Pflichten ein Arbeitgeber gegenüber den Krankenkassen und dem Fiskus erfüllen muss, gehören ebenfalls zum juristisch notwendigen Rüstzeug einer Führungskraft. Kelber, Zeißig und Birkefeld geben mit über 700 Seiten einen umfangreichen Überblick über das notwendige Grundwissen – aber vor allem auch die Erkenntnis, dass „im Falle eines Falles“ wohl kein Weg an einem spezialisierten Rechtsexperten vorbeiführen dürfte.

 

von Rechenberg Wolf-Georg, Thies Angelika, Wiechers Heiko (Hrsg)

Handbuch Familienunternehmen und Unternehmerfamilien; Gestaltungspraxis in Zivil-, Gesellschafts- und Steuerrecht

Schäffer-Poeschel,  2016

 

Man hat den Eindruck, sie, die Familienunternehmen, wären derzeit in aller Munde. Sollten sie auch sein, wenn sie – wie die Herausgeber postulieren – das Rückgrat der deutschen Wirtschaft sind. Was aber ist das Besondere  an Familienunternehmen? Was grenzt sie von anderen „normalen“ Unternehmen ab? Eine Menge – zumindest so viel, dass fast 900 Seiten damit gefüllt werden, ohne dass sich Thematiken wiederholten. Das Werk umfasst in drei Teile. Der erste mit etwas über 20 Seiten widmet sich der Definition und der Bedeutung von Familienunternehmen sowie Unternehmerfamilien. Der zweite Teil „Das Familienunternehmen“ spricht gesellschaftsrechtliche Fragen an, erklärt Besonderheiten beim Kauf und Verkauf von Familienunternehmen, hinterfragt die Möglichkeiten der Finanzierung, der Management- und Mitarbeiterbeteiligung in Familienunternehmen, gibt einen Überblick über die steuerlichen Besonderheiten und will – last but not least – Hilfestellung geben bei der Frage „Was passiert mit einem Familienunternehmen in der Krise“. Im dritten Teil wird die „Unternehmerfamilie“ analysiert angefangen vom unternehmerischen Beteiligungs- bis hin zum Privatvermögen der einzelnen Familienmitglieder. Das 3. Kapitel widmet sich der Familien-Governance. Die Stichworte Nachhaltigkeit, Bestandssicherung dürften für das letzte Kapitel im 3. Teil, dem Thema „Stiftungen und Unternehmerfamilie“, den Ausschlag gegeben haben. Ein Handbuch, das bei keinem Berater, der Familienunternehmen in seiner Mandantschaft hat, fehlen darf.

 

Nicht die Großen fressen die Kleinen, ...

 

... sondern die Schnellen die Langsamen! Stillstand ist Rückschritt. Keine dieser Weisheiten ist wirklich neu – aber sie am eigenen Leib zuz erleben, ist noch einmal etwas anderes. In einer dynamischen Gesellschaft bleiben natürlich auch Unternehmen nicht verschont von der Notwendigkeit, umdenken, sich neu zu orientieren oder sich anders, breiter oder spezialisierter, aufstellen zu müssen. Viele aber ersticken im Tagesgeschäft – auch die Unternehmenslenker und -leiter. Business Development Manager sollen helfen, den Fortschritt des Unternehmens aktiv voranzutreiben und die neuen Möglichkeiten auszuschöpfen. Die Herausgeber Lutz Becker, Walter Gora und Tino Michalski haben in dem Werk Business Development Management – Von der Geschäftsidee bis zur Umsetzung (symposion, 1 Aufl. 2014, 438 S., 69,00 €) Schritt für Schritt beschrieben, welche Aufgaben ein Business Development Managers hat und welche Vorteile der Einsatz einer solchen Fachkraft für das Unternehmen haben kann.

 

GmbH von A bis Zet

 

Auch in einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) gibt es viele Fallstricke, die nicht nur dem Geschäftsführer, sondern auch den Gesellschaftern, aber auch den Beratern von Gesellschaft und Gesellschaftern von Anfang an bewusst sein müssen. Der Ratgeber ABC des GmbH Geschäftsführers 2015 (Masuch/Meyer, Stotax, 9. Auflage 2015, 568 S., 62,80 €) behandelt gesellschafts-, insolvenz-, steuer-, arbeits- und sozialversicherungs-, haftungs- und strafrechtliche Fragen, die praxisnah und verständlich präsentiert werden. Checklisten, Musterformulierungen und kompetente Beispiele helfen dem Leser, jegliche Aspekte in die Praxis umsetzen zu können.

 

Meine Daten – Deine Daten?

 

Nicht nur in den Medien, auch im täglichen Betrieb eines kundenorientierten Unternehmens ist Datenschutz ein präsentes Thema – noch nie konnten so viele Unternehmen so viele Informationen über existierende und potenzielle Kunden so einfach abrufen. Die sich daraus zwangsläufig ergebenden Fragen sind vielfältig: Darf man eigentlich das, was man da tut, genau so tun, wie man es „schon immer“ gemacht hat? Was genau sind schützenswerte Daten? Wer hat welche Rechte an welchen Daten? Welche Daten müssen wie unternehmensintern geschützt werden? Welche Rechte und Pflichten hat der Unternehmer? Das Werk Formularhandbuch Datenschutzrecht (Koreng/Lachenmann, C.H. Beck, 2015, 593 S., 99,00 €) entwirrt für den Leser das geltende Datenschutzrecht und beantwortet sowohl juristische als auch technische Fragen rund um das Thema Datenschutz.

 

Going international: Projekte

 

Projektmanagement per se ist nicht immer einfach. Projektmanagement in einem Team ist schon nicht mehr „ganz so einfach“ – und zwar noch nicht einmal dann, wenn alle Teammitglieder „aus dem selben Stall“, also demselben Unternehmen angehörigen, aus demselben Kulturkreis stemmen. Kommen dann zu Projektarbeit und Teambuildingund -führung auch noch interkulturelle Herausforderungen hinzu, droht vielen das Aus. Sie finden nicht statt oder  werden schlecht umgesetzt. Beides kann und sollte im eigenen Interesse vermieden werden. Wenn man weiß wie, ist es möglich, den Fallstricken interkulturellen Projektmanagements zu entgehen. Au dem Weg zu einer erfolgreichen Führung internationaler Projekte hilft das Buch Erfolgreiches interkulturelles Projektmanagement (Lutz Becker, Walter Gora, Reinhard Wagner (Hrsg.), symposion 398 S., 59,00 €).

 

Bilanzen: Unternehmenskommunikation pur

 

Buchführung und Bilanzierung gehören für die meisten, die sich gerne als (zukünftige) „Macher“ sehen, zu den eher ungeliebten Aufgaben. Eine folgenschwere Fehleinschätzung. Denn ein Jahresabschluss ist nicht nur ein Managementinformationssystem, sondern ein zu oft und sehr zu Unrecht unterschätztes Instrument der Unternehmenskommunikation.

Für alle, die mit „Wirtschaft“ zu tun haben, ist es also unabdingbar, einen Jahresabschluss lesen und sinnvoll analysieren zu können. Gleichgültig, ob es sich um die Aufnahme von Geschäftsbeziehungen, strategische Beteiligungen, Investitionen oder ins Auge gefasste Übernahmen handelt.

 

Das Werk 

Die Bilanzanalyse – Beurteilung von Abschlüssen nach HGB und IFRS 

(Küting/Weber, Schäffer-Poeschel, 11. Auflage 2015, 667 S., 49,95 €) hilft „nachhaltig“, wie die 11. Auflage zeigt, und vor allem zuverlässig dabei, Jahresabschlüsse aufzubereiten und zu analysieren – und dies nicht mehr nur auf der nationalen Ebene basierend, sondern nun auch international. Nur wer Bilanzen sauber analysieren kann, der kann auch Kennzahlen richtig erstellen und interpretieren.

 

BilRuG: Unbemerkte Reform?

 

Nahezu unbemerkt für viele ist die – nach dem BilMoG – größte Reform der handelsrechtlichen Rechnungslegung in Kraft getreten und gilt für alle Abschlüsse, die nach dem 31.12015 enden. Dabei ist das BilRuG nicht nur für „die Großen“, sondern vor allem auch für kleine und mittelgroße Unternehmen wichtig. Denn es gibt neue Größenklassen für Kapitalgesellschaften, die Erleichterungen für bestimmte Kleinstkapitalgesellschaften und die Befreiungen von den Buchführungspflichten wurden präzisiert. Neu ist auch, dass es nunmehr auch handelsrechtlich eine gesetzliche Fiktion der Abschreibungsdauer von immateriellen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens und des derivatenFirmenwerts gibt. Für einen Praktiker ist es notwendig, sich schnell und praxisnah, am besten mit Praxis-Beispielen  und Checklisten einen Überblick verschaffen zu können. Diese Anforderungen erfüllt das Werk BilRUG für Praktiker (Lukas Hendricks, HDS Verlag, 146 S., 54,90 €) vollumfänglich – und frischt „nebenbei“ das vielleicht schon leicht „angestaubte“ Praktikerwissen wieder auf.

 

Einfach ein Standardwerk!

 

„Der Bruhn“, korrekt: Bruhn, Manfred: Unternehmens- und Marketingkommunikation – Handbuch für ein integriertes Kommunikationsmanagement (Verlag Franz Vahlen, München 2014, 89,00 €) ist mit stolzen 1343 Seiten in der dritten Auflage erschienen. Während zwischen erster (2005) und zweiter Auflage (2011) immerhin noch sechs Jahre lagen, war die dritte Auflage bereits nach nur drei Jahren notwendig. Die Gründe benennt Bruhn in seinem Vorwort: verschärften Kommunikationsbedingungen, zunehmende Bedeutung von dialog- und beziehungsorientierter Kommunikation, vielfältige Kommunikationskanäle und -instrumente. Es gilt, durch eine integrierte Unternehmenskommunikation bei den Zielgruppen wahrgenommen zu werden. Das galt zwar „schon immer“, wurde aber und – ohne Prophet zu sein – wird weiter immer schwieriger, da eben diese Zielgruppen immer weniger Interesse an den „klassischen“ Marketinginstrumenten und -kanälen haben.

Bei diesem Standardwerk wissen nicht nur Studierende, sondern auch Praktiker zu schätzen, dass es das gesamte Gebiet der Unternehmens- und Marketingkommunikation abdeckt, also nicht nur die externe Kommunikation mit Kunden, sondern auch die interne mit Mitarbeitern. Wichtig: Bruhn zeigt bei aller notwendigen Kreativität auch die rechtlichen Bedingungen oder die freiwillig eingehaltenen Grenzen auf – und damit, dass es „auch anders“ geht.

 

Über den Zaun geschaut

 

Aus der Wirtschaftsgeschichte lernen? Nötig wäre es, möglich wäre es auch. Krisenbeispiele gibt es genug – mit Entstehungsgründen und pendelartigen Gegenreaktionen. Liberale Ökonomen, soziale Unternehmer und nachhaltige Erfolge sind ebenfalls keine „Erfindung“ der neueren Zeit.

Pleitestaat Irland – wie konnte es dazu kommen? Wie sind die Auswirkungen auch auf die Gesellschaft? Sind Eliten notwendig? Wer sonst investiert, erneuert oder hinterfragt? Was ist Glück? Wie beeinflusst die Glücksforschung Politik und Wirtschaft?

Die Welt wird immer mehr zu Dorf – bedingt auch durch die offene Kommunikation über Social Media und durch den grenzenlose Informationsbeschaffung über Internet. Dennoch (oder gerade deswegen?) gibt es aber offensichtlich immer noch genügend Missverständnisse zwischen Angehörigen unterschiedlicher Kulturen, auch (oder gerade?) von solchen, die dem gleichen Sprachkreis angehören.

Torsten Bügner und Jörg Schweigard haben mit „Ökonomie interdisziplinär“ einen interessanten Sammelband mit zahlreichen Beiträge aus dem drei großen Bereichen Wirtschaftsgeschichte und -philosophie,-politik und Wirtschaftskommunikation herausgegeben (AKAD Forum, Band 2, expert verlag, Renningen, 2. Auflage 2014, 29,80 €).

Eine spannende Lektüre mit garantierten bestätigenden déjà-vu-Erlebnissen oder „ganz anderen“ Erfahrungen, vor allem bei den Beiträgen aus Wirtschaftspolitik und Wirtschaftskommunikation. Aber genau damit wäre ja der Sinn der Beiträge erfüllt: sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

 

Der Mensch – das unberechenbare Wesen?

 

Generationen von Wirtschaftswissenschaftlern, Philosophen, Psychologen, Ethikern, aber auch Mathematiker und Informatiker sowie nolens volens in ihrem Gefolge Studierende haben sich mit dem „homo oeconomicus“ beschäftigt. Die Wortherkunft ist ziemlich eindeutig: „homo“ (lateinisch: Mensch) und „oeconomicus“ (lateinisch, griechisch „oikus“: der Haushalt). Wohl Perikles (500 – 429 v.Chr.) hat erstmals das Wort „oikonomia“ benutzt als alle „vernünftigen Handlungen in einem Haushalt eines freien Bürgers“. Auch in den Werken der griechischen Philosophen Sokrates (469 – 399 v. Chr.) und Aristoteles (384 – 321 v. Chr.) ist die Rede von „Ökonomik“ und „Politik“. Schon damals gab es die Diskussion um „Gerechtigkeit“ beim Wirtschaften, z.B. bei Händlergewinnen, gerade auch in Notsituationen.

Der „homo oeconomicus“ handelt nach ausschließlich wirtschaftlichen Kriterien im komplett freien Markt. Nur Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite. Im Modell hat der  „homo oeconomicus“ sowohl örtlich als auch zeitlich die vollkommene Markttransparenz und er ist das Urbild des „gewissenlosen“ Unternehmers / des gewissenlosen Konsumenten (Verbrauchers).

In aktuellen Zeiten haben diese Art der Sammlung und Auswertung von Informationen sowie die standardisierte Reaktionen längst Rechner übernommen. Seit Speicherkapazitäten kein wirkliches Problem mehr sind, können Unmengen von Daten in einer extrem kurzen Zeit aus- und verwertet werden. Die Reaktionen sind berechenbar, denn programmiert, also vorgeschrieben – allerdings von Menschen – und damit nicht nur dokumentiert, sondern auch nachvollziehbar – allerdings auch „nur“ von Menschen.

Menschen aber handeln irrational – und damit gibt es genügend Ansätze, die den „Faktor Mensch“ unberechenbar in der Ökonomie machen. Jörg Schweigard hat mit „Der unberechenbare Faktor Mensch“ kritische Beiträge zum Modell des homo oeconomicus herausgegeben (AKAD Forum, Band 6, expert verlag, Renningen 2014, 28,80 €). Warum beispielsweise machen Menschen Fehler? Was treibt einen Unternehmer an, was macht ihn aus? Was ist der „Entrepreneurial Spirit“? Warum geraten Menschen in in Massen in Panik? Welche Rolle spielen die (gar nicht mehr so) „neuen Medien“ in der Bildung? Wie sollten Social Media genutzt werden – Stichwort „Schwarmintelligenz“?

Eine definitiv interessante Lektüre, bei der man nicht mit allen Ergebnissen konform gehen muss und nicht mit allen Meinungen übereinstimmen muss – aber genau das ist das Spannende und Wichtige an diesem Buch.

 

Weg vom „Dino“ hin zum „CINO“!

 

Nicht erst, seit Changemanagement in aller Munde und in manchen Köpfen ist, nicht erst, seit nicht wenige Traditionsunternehmen wegen fehlender Innovationen ins Schleudern gerieten oder ganz vom Markt verschwanden, müsste eigentlich klar sein: Ohne Innovationen geht recht schnell nichts mehr. Dass sich (auch noch) die Veränderungsgeschwindigkeit enorm erhöht hat und wohl weiter erhöhen wird, macht es nicht einfacher für die Unternehmenslenker, Schritt zu halten oder gar vorneweg zu marschieren.

Die aus dieser Problematik entstandene Grundidee ist eigentlich einfach: Wenn es für alle anderen Bereich Manager gibt, warum dann nicht auch für den überlebenswichtigen Bereich „Innovationen“. Auch ein Titel wäre in bester „Denglish“-Manier schnell gefunden: Nach CEO und CFO und ... könnte es dann auch CINO, einen Chief Innovation Officer, geben. Die geradezu zwangsläufige Assoziation zu Kaffee, (konkret Cappuccino) wäre gut, weil der ja auch als „Muntermacher“ (wenn auch abgemildert durch schaumgeschlägerte Milch) gilt.

Hans-Gerd Servatius und Frank t. Piller haben mit „Der Innovationsmanager“ einen interessanten Sammelband mit zahlreichen Beiträgen etwa zur Analyse bestehender Innovationssysteme, zur Ganzheitlichkeit eines Innovationsmanagements über das mögliche Profil eines Innovationsmanagers bis hin zur Möglichkeit der Wertsteigerung durch ein ganzheitliches Innovationsmanagement herausgegeben (Symposion Publishing, Düsseldorf 2014, 59,00 €).

Ganz auf den eiligen Leser ausgerichtet, ist jedem (kurzen) Kapitel ein Teaser mit dem wesentlichen Inhalt vorangestellt. Zusätzlich wird in Kasten mit drei Punkten aufgezählt, was der Leser, wenn er es denn läse, in dem Beitrag erführe. Zum Schluss jedes Kapitels gibt es dann auch noch eine Zusammenfassung. Diese Art der Aufbereitung und des „Leser-bei-der-Stange-Haltens“ ist in der heutigen Zeit sinnvoll und angebracht – es ist und bleibt wohl ein frommer Wunsch, dass (auch) ein (Sach- und Fach-)Buch von Anfang bis Ende gelesen wird. Dabei würde es sich lohnen!

 

Der Jahresabschluss – national und international

 

Buchführung und Bilanzierung gehören für die meisten, die sich gerne als (zukünftige) „Macher“ sehen, zu den eher ungeliebten Aufgaben. Eine folgenschwere Fehleinschätzung. Denn ein Jahresabschluss ist nicht nur ein Managementinformationssystem, sondern ein Marketinginstrument „vom feinsten“.

Wer einen Jahresabschluss lesen und sinnvoll analysieren kann, der erfährt sehr viel über das Unternehmen – manchmal mehr, als den Unternehmenslenkern lieb ist.

Wer einen Jahresabschluss so aufstellen kann, dass innerhalb der gesetzlichen Vorschriften das, was er will, so wie er es will an die Öffentlichkeit, an Share- und Stakeholder, an potentielle Anteilskäufer und Investoren, oder auch „nur“ Mitarbeiter gelangt, der hat die hohe Kunst der Politik verinnerlicht.

Auch mit der 6. Auflage ihres Buchs „Der Jahresabschluss - Nationale und internationale Rechtsvorschriften, Analyse und Politik (Verlag Franz Vahlen München 2014, 1038 Seiten 49,80 €) leisten Michael Bitz, Dieter Schneeloch, Wilfried Wittstock und Guido Patek einen wertvollen Beitrag zum Verständnis der Natur eines Jahresabschlusses. Da alle Autoren nicht nur als Praktiker, sondern auch als Lehrende tätig sind, ist das Buch ein echter Gewinn vor allem für Studierende der Wirtschaftswissenschaften, aber auch für Praktiker, Analysten und Controller, die einen fundierten Rundumblick zum Thema Jahresabschluss haben wollen.

 

Ende gut, alles – nicht immer einfach – gut

 

Auch eine GmbH kann freiwillig „sterben“: Ein Gesellschaftsvertrag ist ein letztendlich „ganz gewöhnlicher“ Vertrag, der entweder von vornherein mit einem Beendigungsdatum versehen oder kündbar respektive auflösbar ist. Präsenter in der Öffentlichkeit sind die „unfreiwilligen“ Beendigungen von Kapitalgesellschaften, die Insolvenzen. Dabei spielen Liquidationen durch Gesellschafterbeschluss in der Praxis eine zunehmend wichtige Rolle, etwa bei der Übernahme von Unternehmen und der danach häufig folgenden Umstrukturierung innerhalb eines Unternehmensverbundes oder Konzerns.

Der Leitfaden „Die GmbH in der Liquidation“ (2. Auflage, Beck Verlag, München 2014) von Malte Passarge und Christoph Torwegge behandelt umfassend – und natürlich unter Berücksichtigung der Neuerungen durch das MoMiG sowie der dazu bereits ergangenen Rechtsprechung – die einer GmbH-Liquidation auftretenden Themen, wie z.B. die Vermögenszuordnung, die Haftung der Liquidatoren, die Pensions- und Produkthaftungsverbindlichkeiten, Bilanzierung und Besteuerung. Zunächst geben die beiden Autoren einen Überblick über Handlungsalternativen und den Ablauf einer Liquidation. Die Muster in deutscher wie in englischer Sprache für die erforderlichen Beschlüsse, Erklärungen und Anmeldungen sowie Checklisten zur Durchführung der Liquidation sind sehr hilfreich zur eigenen ersten Information und Ideensammlung. Damit dürfte klar sein, dass hier vor einem „Do it yourself“-Verfahren eigentlich nur gewarnt werden kann.

Neu im Vergleich zur ersten Auflage sind die ausführlichen Erläuterungen zu den Besonderheiten einer Liquidation einer Vor-GmbH, einer gemeinnützigen GmbH, von Freiberufler-GmbHs und einer haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft.

Ein Fachbuch, das Experten und sachkundigen Betroffenen einen sehr guten Überblick gibt.

 

Blut ist dicker als Wasser – aber nicht immer besser

 

Geradezu regelmäßig in den letzten zwei Jahrzehnte sind die Unternehmensnachfolge und vor allem das Fehlen qualifizierter und williger Unternehmens- oder Unternehmernachfolger Themen in Medien, Vorträgen, Workshops ...

Nach einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (ifm) Bonn strebt die Mehrheit der Übergeber für den Fall ihres Rückzugs aus dem Unternehmen eine familieninterne Nachfolge an, wobei das Unternehmen am häufigsten an einen Sohn übergehen soll. Fast ein Drittel der Übertragungen erfolgen an externe Führungskräfte, andere Unternehmen oder andere Interessenten von außerhalb (unternehmensexterne Lösungen). Etwa 17 Prozent der Familienunternehmen übertragen das Unternehmen an Mitarbeiter (unternehmensintern). Dieser Wunsch stößt aber häufig auf wenig Gegenliebe – und zwar nicht nur aus der Tatsache heraus, dass viele „ausgeguckte“ familiäre Nachfolger ganz andere, eigene Zukunftspläne haben.

Albert Walter Huber hat sich mit „Betriebsübergabe – Betriebsübernahme an/durch familienexterne Personen und Unternehmen (Linde international, Wien 2014, 37,00 €)die absolut lobenswerte – und nötige! –  Arbeit gemacht, einen Leitfaden für Klein- und Mittelunternehmen zu erstellen.

Gar nicht genug kann die Tatsache hervorgehoben werden, dass Huber erstens den Blick über den (deutschen) Tellerrand hinaus auch ins deutschsprachige Ausland unternimmt, vor allem aber auch, dass er die Unternehmensübergabe und -übernahme strategisch ausleuchtet, Businesspläne aus beiden Blickwinkeln sowie Durchführung und Transformation beschreibt. Anders ausgedrückt: Er widersteht in wohltuender Weise der Versuchung, Unternehmensübergabe und -übernahme auf steuerliche Optimierungen oder Kreditrating-Überlegungen zu reduzieren.

Man sollte das Buch nicht nur gelesen, sondern auch durchgearbeitet haben – am besten vor der Übergabe oder Übernahme.

 

Endlich verstehe ich meinen Mac richtig

 

Viele Menschen benutzen ihren Mac zwar, nutzen ihn und seine Funktionen aber nicht vollständig aus. Wer seinen Mac mit dem Betriebssystem OS X Mavericks von Grund auf kennenlernen will und lernen will, die zahlreichen Programme optimal zu nutzen, für den hat Thomas Kuhn in seiner Video-Trainings-DVD Das große Mac-Training - OS X Mavericks verständlich erklärt (Galileo Design, 2013, DVD, 12 Stunden, 39,90 EUR).

Kuhn hat aber auch Tipps parat, die selbst fortgeschrittene Mac-User noch nicht kennen dürften.

Durch mehr als 100 Videos, Fotos und eine visuelle Schritt-für-Schritt Anleitung werden dem Mac User alle Tools zur effektiven Mac-Nutzung verständlich erklärt.

Kurzes Fazit: Die DVD ist empfehlenswert, weil sie mehr als nur solide Grundlagen schafft!

 

Medien managen = gemanagte Medien = mediale Manager?

 

Was ist Medienmanagement? Oft – was nicht richtig sein muss und es meines Erachtens nach auch nicht ist – wird Medienmanagement reduziert auf die Führung von Medienunternehmen. Dass auch in anderen Unternehmen mit und über Medien kommunizieren wird, wurde bislang zu häufig ausgeklammert.

Was ist öffentliche Kommunikation? Eine Kommunikation, die gegenüber der Öffentlichkeit stattfindet, also jede Kommunikation, auch die nach innen und nach außen gerichtete Kommunikation eines Unternehmens.

Wie findet Kommunikation statt? Direkt oder indirekt, aber immer mittels eines Mediums.

Es ist das Verdienst von Thomas Becker, nachvollziehbar, strukturiert und fundiert in seinem Buch „Medienmanagement und öffentliche Kommunikation“ Springer VS, Wiesbaden 2014, den Einsatz von Medien in der Unternehmensführung und im Marketing zu beschreiben, auf Tauglichkeit zu analysieren und nicht nur praxisorientierte, sondern auch praktische Hilfestellungen zu geben.

Thomas Becker wollte ein Lehrbuch schreiben. Das ist ihm gelungen.

Darüber hinaus aber ist ihm auch ein wissenschaftlich fundiertes Werk für Praktiker gelungen. Warum ist das wichtig? Weil meiner Ansicht nach auch ein Praktiker nicht nur wissen sollte, dass etwas funktioniert, sondern auch wie und warum es funktioniert – oder eben halt nicht funktioniert. Die „Trial-and-Error“-Methode in der Unternehmenskommunikation kann sich heute niemand mehr leisten. Und zwar nicht mehr nur wegen des Geldes – siehe Controlling und siehe Kostenmanagement – sondern vor allem wegen der Öffentlichkeit der Kommunikation und der Rolle, die Journalisten, der Prosument, der Rezipient, die Social Media und andere Massenmedien spielen, sowie der Geschwindigkeit, mit der Kommunikation heutzutage stattfindet. Es wäre müßig, hier die Kommunikationsfehler der letzten Jahre aufzuzählen. Als Schlaglichter neueren Datums mögen die Hinweise auf ADAC und Deutsche Bank genügen.

Dass Thomas Becker nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Praktiker ist, kam seinem Buch zugute: Es ist verständlich geschrieben ohne manieristische Schnörkel. Es ist in seiner Einfachheit („Warum bin ich nicht selbst darauf gekommen?“) teilweise verblüffend. Es ist in seiner Umfänglichkeit ein gutes Lehrbuch für Studierende und ein richtiger Ratgeber für die öffentliche Kommunikation eines Unternehmens und dem Einsatz von Medien, die das Unternehmen ohnehin schon hat und nutzt.

Thomas Becker schafft mit seinem Buch Medienmanagement eine Schnittstelle zu Wissensmanagement, Qualitätsmanagement, Prozessmanagement, Projektmanagement und Personalmanagement innerhalb eines Unternehmens, gleichgültig welcher Branche. Es erklärt aber auch, wie Medien außerhalb des Unternehmens auf die Unternehmenskommunikation reagieren (können).

Die fünf großen Kapitel „Medienmanagement und Kommunikation“, „Medienmanagement im Marketing-Mix“, „Medienmanagement als Führungsinstrument und Medien“, „Journalismus und öffentliche Meinung die Zielgruppen“ decken das kommunikative Umfeld eines Unternehmens breit ab. Die Zusammenfassung steht – studierenden- und praktikergerecht – vor jedem Kapitel. Damit hat der Leser einen Überblick, was ihn im Kapitel erwarten wird, wenn er es liest. Es ermöglicht ihm aber auch zu entscheiden, ob er das Kapital überblättert und mit einem anderen beginnt. Lessons Learned im Kasten machen kurz deutlich, worauf es dem Autor besonders ankommt, dass es beim Leser ankommt.

Das Buch ist absolut empfehlenswert, weil es Grundlagen schafft!

Und nichts würde sich besser als Fazit eignen, als das, was Thomas Becker in seinem DocBlock selbst schrieb: „Medienmanagement ist eine zentrale Führungsqualifikation, ohne die man in der immer stärker vernetzten Gesellschaft nicht mehr dauerhaft im internationalen Wettbewerb bestehen kann. Unternehmen sind gut beraten, frühzeitig ihre Führungskräfte entsprechend zu schulen und bei der Auswahl neuer Mitarbeiter Qualifikationen im Medienmanagement zu verlangen.“

Dem ist nichts hinzuzufügen!

 

Nachhaltigkeit – nun auch (endlich?) in der Betriebswirtschaftslehre angekommen

 

Kostenreduktion ist eines der zentralen betriebswirtschaftlichen Themen der letzten Jahre. Ob immer sinnvoll oder nicht oder ob eher „gespart wird, egal, was es kostet“, sei dahingestellt.

Evident sinnvoll sind Überlegungen zum ressourcenschonenden Energieeinsatz.

Überlegungen zur Nachhaltigkeit machen aber vor keinem betriebswirtschaftlichen Gebiet halt, gleichgültig, ob Personal-, Innovations-, Umweltmanagement, Marketing, Controlling oder Unternehmensführung.

In dem von Dietmar Ernst und Ulrich Sailer herausgegebenen Buch „Nachhaltige Betriebswirtschaftslehre“ (UVK Lucius, München 2013, 372 S., ISBN 978-3-8252-3977-0, 29,99 EUR) kommen 14 Professoren (männlich und weiblich) der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, darunter zwar mehrheitlich Betriebswirte, aber auch Juristen und Umweltingenieure zu Wort.

Persönliche Wertung: Ein – nicht nur wegen der Energiewende – absolut lesenswertes Grundlagenbuch

 

Wie Du kommst gegangen – so wirst Du empfangen

 

Professionelle Business-Kommunikation war schon immer wichtig. Noch wichtiger ist sie in einer Zeit, in der die Sitten teilweise zu verrohen drohten. Je schneller die Medien wurden, desto weniger wurde auf Formen geachtet – leider auch auf Höflichkeit und Achtung vor dem Leser, Hörer und Zuschauer.

Gabriele Borgmann hat mit „Business Texte – Von der E-Mail bis zum Geschäftsbericht“ ein praxisorientiertes Handbuch der Unternehmenskommunikation (Linde International, Wien 2013, ISBB 973-3-7093-0490-7, 19,90 EUR) verfasst, das auch Nicht-Profis Texten leichter macht.

Borgmann erklärt Schritt für Schritt, wie gute Texte entstehen, gibt Tipps, Hinweise auf weiterführende Portale im Internet oder „einfach“ (und deshalb schwer genug!) Tipps, wie Texte – egal ob schriftlich oder solche, die später mündlich vorgetragen werden sollen – verfasst werden können und sollen.

Dass Borgmann selbst ein Profi ist, hilft. Ihre Ratschläge sind plausibel, nachvollziehbar und vor allem. machbar. Sie schreckt glücklicherweise auch nicht davor zurück, vermeintliche Selbstverständlichkeiten, wie z.B. die Impressumspflicht, zu erläutern. Dadurch macht sie ihr Buch zu einem Allrounder für alle, die in der Unternehmenskommunikation arbeiten (müssen oder dürfen).

 

Fare bella figura – auch im Netz!

 

Ohne einen professionellen Internetauftritt ist es heutzutage nicht mehr möglich, ein Unternehmen erfolgreich zu präsentieren. Selbst Privatpersonen tendieren mehr und mehr dazu, ihr Profil im World Wide Web darzustellen.

Je höher die Flut der Informationen ist, desto wichtiger ist es, die Internetpräsenz benutzerfreundlich und ansprechend zu gestalten.

Was aber genau, macht eine gute Internetseite aus? Die  Geschmäcker sind ja bekanntlich sehr verschieden! Ist es eher der bunte, dynamische und technisch ausgereizte Internetauftritt, der gefällt? Oder eher die traditionelle, statische Präsentation?

Manuela Hoffmann zeigt in „Modernes Webdesign – Gestaltungsprinzipien, Webstandards, Praxis“ (Galileo Design, Bonn, 3. Auflage 2013, 422 S., ISBN 978-3-8362-1796-5, 39,50 EUR) Schritt für Schritt, wie erfolgreiche Webdesigns modern und technisch korrekt umgesetzt werden.

Das Standardwerk gibt nützliche Tipps und ist dank der logischen Gliederung und der Vielzahl an Screenshots einfach und für jeden umsetzbar.

In der DVD Rom, die im Buch enthalten ist, erfahren Sie anhand Video-Lektionen, wie Sie unter anderem Webdesign mit Photoshop umsetzen, wie Arbeitsvorlagen auf Basis von HTML, CSS und Photoshop funktionieren. Die erfahren auch die gesamten Quelltexte der vielen Beispiele, die das Buch enthält und noch vieles mehr.

Das Buch beginnt bei den Grundlagen zum Thema Web und Webdesign und ist damit auch geeignet für Einsteiger und Studenten.

Aber auch für die tägliche Arbeit im Bereich Webdesign enthält das Werk viele Tricks und Kniffe, die von der Autorin, einer langjährigen freien Grafikerin, anschaulich erläutert werden.

Die dritte Auflage des Buches enthält viele Neuerungen, die die Medienlandschaft in den letzten Jahren erfahren hat, beispielsweise HTML5 und CSS3. Das Buch ist eine Bereicherung für alle angehenden und professionellen Webdesigner, die sich auf den neuesten Stand der Technik halten wollen und mit den neuesten Methoden arbeiten möchten.

 

Make or Buy?

 

Wer sich für „Make“ entscheidet, wer also seine eigene Webseite erstellen will, der braucht nicht nur Grafik-Know-How und einen griffigen, ansprechenden Text – er darf auch die technische Seite nicht außer Acht lassen.

Um die Umsetzung einer Internetpräsenz erfolgreich zu gestalten, bedarf es viel Grundwissen, unter anderem welche Provider geeignet sind, wie man sich einen Domain-Namen sichern kann und wie man eine Webseite anlegt. Mit der Software Adobe Dreamwaver CS6 kann man Webseiten und Apps in kürzester Zeit entwickeln. In seinem Werk „Adobe Dreamwaver CS6 – Der praktische Einstieg“ (Galileo Design, Bonn, 1. Auflage 2012, 415 S., ISBN 978-3-8362-1890-0, 24,90 EUR) erklärt der Autor Hussein Morsy anhand einer Beispielwebseite und mit übersichtlichen Screenshots Schritt für Schritt, wie das Erstellen und Veröffentlichen einer Webseite mit Adobe DreamwaverCS6 vonstattengeht.

Nach der grundlegenden Einführung erläutert der Autor, wie die Webseite mit Hilfe der Software professionell gestaltet werden kann und Dienste wie YouTube, Google Maps und Twitter integriert werden können.

Die neuen medialen Entwicklungen wie Smartphones und Tablets verlangen außerdem eine Anpassung der Webseiten an die speziellen Gerätegrößen – auch für die Umsetzung einer „universelle“ Webseite gibt Morsy eine verständliche und einfach umsetzbare Anleitung.

Das Werk ist absolut empfehlenswert für jeden, der seine Webseite mit Adobe Dreamwaver CS6 einfach und effizient umsetzen will.

 

Ein echter „Silberrücken“

 

„Der Wöhe“, korrekt der Wöhe/Döring, Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre“ feiert das silberne Jubiläum, die 25. Auflage (Verlag Franz Vahlen, München 2013, 32,90 Euro). Seit gut 50 Jahren gehört er zu der absoluten Standardliteratur der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre. Nicht nur Studienanfänger, sondern auch Praktiker wissen zu schätzen, dass er das gesamte Gebiet der Betriebswirtschaftslehre abdeckt ohne in ein vermeintlich zeit- und platzsparendes „Fachchinesisch“ zu verfallen. Im Gegenteil: Auch dem Laien werden betriebswirtschaftliche Grundproblematiken und Entscheidungskriterien verständlich und einfach erklärt.

Der Zeitknappheit der Studierenden geschuldet ist die Tatsache, dass „der Wöhe“ sich trotz neuer Themengebiete um 60 Seiten verschlankte und jetzt „nur“ noch 1.018 Seiten umfasst. Besonders hilfreich bei der schnellen und zielgerichteten Wissensaufnahme sind die rund 800 Abbildungen und Übersichten sowie die durchgängig zweifache Gestaltung. Gerade für Laien, die bestimmte Probleme (noch) nicht sicher den jeweiligen Bereichen zuordnen könne, oder für diejenigen, die das Werk zum Nachschlagen nutzen wollen, ist das umfangreiche Stichwortverzeichnis eine große Hilfe.

Die kostenlose App „BWL trainer“ soll ab Herbst die Inhalte (nicht nur den) Studierenden spielerisch nahe bringen.

 


Project Canvas – Innovative Methoden für professionelles Projektmanagement

Kor, Rudy

Bos, Jo

van der Tak, Theo

Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2018

 

Projektmanagement ist ein systematischer Prozess zur Führung komplexer Vorhaben. Es umfasst die Organisation, Planung, Steuerung und Überwachung aller Aufgaben und Ressourcen, die notwendig sind, um die Projektziele zu erreichen. „So einfach ist das!“ Wenn man denn immer genau wüsste, was das Ziel ist, wo der „Point of no Return“ ist und man nicht wüsste, dass der (Projekt-)Teufel sowohl im Detail als auch im „Großen und Ganzen stecken kann. Folglich fürchten auch viele Projekte wie selbiger das „Weihwasser“. Projekte enden oft – je begeisterter sie aufgenommen und angefangen wurden, desto schneller und endgültiger – in Frust und Ablehnung. „Warum war ich bei ‚drei‘ nicht auf den Bäumen?“ Was führt zu dem Widerwillen? Nicht der Unwille von Mitarbeitern, kreativ zu sein, sondern die Bürokratie: Pläne so lang wie Tapetenbahnen, unüberschaubare Excel-Tabellen, vermeintlich ausgefeilte Reportingsysteme, … Allesamt haben sie eines gemeinsam: Sie ersticken die Kreativität und die Begeisterung der Mitarbeitenden.

 

Dabei kann es, folgt man der Idee von Cor, Bos und van der Tak, recht einfach sein, Klarheit über ein Projektvorhaben zu gewinnen und zu behalten. Fünf „W“, Was? Wer? Wie? Worin? und Womit? –sind die Grundlage für „Project Canvas*“. Die Antworten auf die Fragen decken zusammen 15 Themenbereiche, die „Elemente" ab. So umfasst die Wie-Frage die Elemente Vorgehensweise, Risiken und Abhängigkeiten. Bei der Worin-Frage richtet sich das Augenmerk auf die Rahmenbedingungen und die Qualität. Im Zentrum steht dabei immer das Ergebnis. Die 15 Elemente werden in einer einzigen Übersicht, dem Canvas, abgebildet. So hat das Projektteam alle relevanten Aspekte immer im Blick. Es gebe weder einen festgelegten Anfang noch eine vorgegebene Reihenfolge – ein anarchisches, chaotisches Vorgehen also, das noch dazu von keinem Team verlangt, sich den Regeln des oder der anderen anzupassen. Jeder kann „seinen Stiefel“ machen, so lange er kommunziert.

 

Die Autoren betonen auch, dass Detailverliebtheit schade, dass es wichtig(er) sei, das Projekt auf seinen Kern zu reduzieren, um fundiert zu entscheiden, ob das Projekt fortgeführt oder „beerdigt“ werden soll.

 

Das Methode „Projekt Canvas“ unterstützt die aktuell gängigen Projektmanagement-Frameworks wie Scrum, agiles Projektmanagement, PRINCE2 und PMBoK ISO I 21500. Für den Einsatz im Projektalltag enthält das Workbook Muster für ein leeres Project Canvas sowie weitere Vorlagen und konkrete Praxisbeispiele bereit – auch zum Download auf sp-mybook.de.

 

* Für die Nicht-Segler unter uns: Leinwand, Segeltuch (lt. Duden)

 

 

Lütge, Christoph

Uhl, Matthias

Wirtschaftsethik

Verlag Franz Vahlen, München, 2018

 

In Zeiten, in denen ethische Grundhaltungen zum "Luxus" derjenigen, die es sich leisten können, oder leisten wollen, zu verkommen scheinen, in Zeiten, in denen Effizienz in beide Richtungen, also sowohl was die Wachstums- und Umsatz- als auch die Kostenseite anbelangt, ein "Quasi-Glaubenssatz" nicht zu werden droht, sondern bereits zu sein scheint, ist es wichtiger denn je, die Frage zustellen, ob Wirtschaft und Ethik durch einen Bindestrich verbunden oder getrennt werden, oder ob vielmehr eine wirkliche "Wirtschaftethik" ohne jegliches unverbindlich Verbindende oder gar Trennende notwendiger ist denn je.

Lütge und Uhl haben sich der Aufgabe angenommen, die ungetrennte Wirtschaftsethik für die Lehre aufzubereiten. Es ist wohltuend, wie sie zunächst dem wirschaftlichen Gedanken verbunden schnörkellos, aber dennoch profund die Grundlagen und Ausprägungen erläutern und kritsch aktuelle sowohl volks- als auch vor allem betriebswirtschaftliche Problemfelder anzusprechen, wie beispielsweise  die Globalisierung, Armut und Reichtum, aber auch Compliance und Corporate Social Responsibility.

Dass vor jedem Kapitel die Inhalte graphisch auf einer Seite in Aussicht gestellt werden, das die Lernziele formuliert werden, dass das Kapitel nochmals inhaltlich kurz dargestellt wird und am Ende die im Kapitel verwendete Literatur aufgeführt wird, ist dem heutigen Lese- und Lernverhalten geschuldet - und freut damit nicht nur interessierte Studierende, sondern auch andere interessierte Leser!

 

 

 

 

Gloger, Axel

Betriebswirtschaftsleere – wem nützt BWL noch?

Verlag NZZ, FAZ-Buch; 2016

 

Das Fazit dieses Buchs ist einfach: „Es kann auch einem BWLer nicht schaden, hin und wieder den gesunden Menschenverstand zu benutzen.“ Es hätte aber auch nicht schaden können, einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Dann hätte konstatiert werden können, dass BWL nicht nur an ‚abgehobenen‘ Universitäten gelehrt wird, sondern in Fachhochschulen – staatlichen wie privaten – in genau der Praxisnähe angeboten wird, die Axel Gloger vermisst. Neue Lehrkonzepte, wie beispielsweise CORE (Competence Oriented Research and Education) der SRH Hochschulen Heidelberg und Calw (Ja, stimmt! Niemand braucht extra zu ‚googeln‘, ich bin Professorin in Calw – und das auch noch für Betriebswirtschaftslehre. Das war also der ‚Betroffenheits-‚ gefolgt von dem ‚Werbeblock‘), aber auch beispielsweise an der Université de Strasbourg oder den Dualen Hochschulen lassen Studenten (und natürlich auch die –innen) praxisnahe Erfahrungen schon während ihres Studiums machen, Projekte aus der Wirtschaft konkret umsetzen und natürlich auch evaluieren: Was wurde warum richtig gemacht, was falsch? Frontalvorlesungen à la Nürnberger Trichter mag es noch geben, ich persönlich aber kenne niemanden mehr, der diese praktiziert. Leider aber hat Gloger mit Vielem recht, wenn er darstellt, dass unternehmerischer Mut kaum noch vorhanden ist, dass wir eine Absicherungskultur pflegen, wie BWL gelebt wird und was aus dem Wissen, das während des Studiums gewonnen wurde, gemacht wird. Insofern ist das Buch den Praktikern vor Ort, also an den Schaltstellen der Unternehmen direkt, unbedingt zu empfehlen, denn sie sind es, die das neue Wissen und die neuen Erfahrungen, die viele während ihres Studiums erarbeitet und gewonnen haben, recht schnell auf – ein teilweise erschreckend niedriges – ‚Normalniveau‘ stutzen.

 

 

Vahs, Dietmar, Schäfer-Kunz Jan

Einführung in die Betriebswirtschaftslehre

Schäffer-Poeschel, 7.Auflage, 2015

 

Fast 800 Seiten Einführung – da fragt sich der geneigte Leser, wie denn noch vertieft werden kann. Bei Interesse kann natürlich immer noch vertieft werden, muss aber nicht notwendigerweise, denn mit den vier Teilen „Konstitutive Entscheidungen“, „Unternehmensführung“, „Rechnungs- und Finanzwesen“ sowie „Leistungserstellung“ geben Vahs und Schäfer-Kunz einen an den Lebensphasen eines Unternehmens orientierten, fundierten Über- und Einblick in die betriebswirtschaftlich wichtigsten Gebiete. Sowohl Studenten als auch Professoren (auch in der jeweils weiblichen Form) dürften die Hinweise, die die Autoren zum Lernen und zum Lehren geben, sehr schätzen. Ob es als „Diskriminierung“ anzusehen ist, dass die Lösungen zu Aufgaben und Fallstudien nur für die Lehre zugänglich sind, dürfte eine(nicht ganz ernstgemeinte) Frage des Standpunkts sein, ...

 

Leffers Nina, Morgner Sebastian, Perry Thomas, Wreschniok Robert

Der ganz normale Change-Wahnsinn

Murmann Publishers, 2016

 

„Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig‘ ab“, soll ein Sprichwort der Dakota-Indianer sein. Wir nehmen dies so natürlich nicht hin, sondern erklären – obwohl rund 70 Prozent aller Veränderungsinitiativen in Organisationen (so die Autoren) scheitern – dass wir das Pferd doch immer so geritten haben (Killerphrase), oder stellen Vergleiche mit anderen toten Pferden an (Benchmark), oder erklären, dass ein totes Pferd von Anfang an unser Ziel war. Manche bleiben auch sitzen, bis das tote Pferd wieder aufsteht. Das sind dann in der Praxis wohl die „Gewinner“ vieler Changeprozesse, auch wenn das „Pferd“ darüber stirbt.  Ein trauriges Zwischenfazit: Viele – auch die notwendigen – Changeprozesse sind gut gemeint, aber nicht gut gemacht. Es verwundert also nur wenig, dass „Change“, gleichgültig, ob durchgeführt oder „nur“ angedroht, zum Stressfaktor Nr. 1 für Führungskräfte und Mitarbeiter geworden ist, statt als das akzeptiert zu werden, was er ist, nämlich überlebensnotwendig. Aber Veränderungen sind anstrengend und endlos – nichts also für Zauderer oder ‚Couchpotatoes‘, die es auf allen Hierarchieebenen gibt. Leffers, Morgner, Perry und Wreschniok ließen sich aber offensichtlich nicht von ihren eigenen Erfahrungen entmutigen, sondern zeigen fundiert, und(!) praxisorientiert in vier Aktionsfeldern auf, dass, vor allem aber wie Wandel gelingen kann. Vor der Lektüre sei aber „gewarnt“ – sie könnte zu einem „Change“ führen.

 

Nöllke Matthias

Psychologie für Führungskräfte

C.H. Beck, 2. Auflage 2016

 

Wer Menschen nicht mag, sollte keine Führungsposition anstreben. Soweit die Binsenweisheit. Aber selbst wenn man Menschen ‚eigentlich‘ mag und gerne mit ihnen (zusammen-)arbeitet, ist es nicht immer leicht und – immer öfter – auch zum Verzweifeln. Psychologische Grundkenntnisse helfen – nicht nur beim Verstehen dessen, was bei Einzelnen, in Gruppen oder Teams „da gerade abläuft“, sondern vor allem auch beim sinnvollen und effektiven Gegensteuern. Nöllke gelingt es in kompakter Form – dem Reihentitel also gerecht werdend – sowie verständlich und an der Praxis ausgerichtet, Charaktere zu zeichnen, Entscheidungsfallen zu analysieren,  Macht und Einfluss zu entdämonisieren, Konfliktpotenziale aufzuzeigen und gruppendynamische Prozesse zu erklären. Achtung: Der kleine Kompaktratgeber könnte Appetit auf mehr machen!

 

Tsao-Adolphs Peter, Borgmann Gabriele

Unternehmenszerstörer – Corporate Finance als Abwehrstrategis oder: Wie eine Erbin ihr Familienunternehmen rettete

Springer Gabler, 2016

 

Das Buch erschreckt: Erstens weil immer noch(!) Frauen in der Wirtschaft als Exotinnen und/oder ‚Hascherl‘ wahrgenommen werden; zweitens weil immer noch(!) viele Unternehmer denken, sie haben das ewige Leben, so dass keine Vorsorge getroffen werden müsse und last but bei weitem not least, weil Eigensinn und die Unfähigkeit, sich eigene Fehler einzugestehen und daraus zu lernen immer noch(!) zu den unternehmerischen Kernkompetenzen zu zählen scheinen. Das Buch macht Mut: Erstens, weil es zeigt, dass gesunder Menschenverstand und Menschenkenntnis, aber auch Emotionen unabdingbar sind, wenn es gilt, eine Krise zu bewältigen und zweitens, wie wichtig ein richtiger Berater ist. Wer lange genug „im Geschäft“ ist, der weiß, dass die Szenarien, die Tsao-Adolphs und Borgmann beschreiben, abenteuerlich anmuten, aber sich häufig genug genauso abspielen. Die beiden Autoren belassen es aber nicht bei einer reinen anonymisierten Sachverhaltsgestaltung, sondern zeigen rechtlich und betriebswirtschaftlich fundiert auf, wie der „Turnaround“ trotz aller Hindernisse gelingen kann.

 

Flamm Eberhard P.

Kontrolle als Motivationsinstrument – Mit Sicherheit besser führen

tredition 2016

 

Kontrolle hört sich „igitt“ an. Denn wer kontrolliert, vertraut angeblich nicht. Wer so argumentiert, vergisst, dass „blindes Vertrauen“ kein Zeichen von Stärke, sondern von Dummheit ist. Lenin wird der Satz zugeschrieben: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ Flamm formuliert den Satz sinngemäß um in: „Ohne Kontrolle kein Vertrauen“. Denn dass der, der delegiert, auch kontrollieren muss, steht zweifelsfrei fest. Der Grund: Es können zwar Aufgaben delegiert werden, nicht aber die Verantwortung für die Erledigung der Aufgaben. Entscheidend ist nicht dass, sondern wie(!) kontrolliert wird und das Feedback erfolgt. Es ist also nur folgerichtig, dass Kontrolle ein vertrauensbildendes Führungsinstrument ist. Flamm macht deutlich: Nur wer kontrolliert hat, kann auch fundiert loben. Ein kleines, mit knapp 76 Seiten schnell lesbares Buch, das sich vor allem zu lesen lohnt, weil es es „in sich hat“.

 

Kelber Markus, Zeißig Rolf, Birkefeld Jan

Rechtshandbuch Führungskräfte; Arbeits-, Gesellschafts-, Sozialversicherungs- und Steuerrecht

C.H. Beck, 2016

 

Wird man gefragt, was eine Führungskraft kennen und können muss, denken die meiste wohl zunächst an „Führen“, an „Soft Skills“. Dass sich eine Führungskraft dabei nicht im rechtsfreien Raum bewegt, wird als „eigentlich“ selbstverständlich vorausgesetzt – ist aber „so einfach“ beileibe nicht. Denn es kommt darauf an zu wissen, was darf ich als Führungskraft überhaupt? Das Aufgabengebiet und mithin die Kompetenzen hängen von der Rechtsform des Unternehmens ab, in dem die Führungskraft tätig ist. Was also muss sie kennen: Gesellschaftsrecht.  Die Grenzen von Weisungsrechten, Motivation, Strafen, Abmahnungen, Kündigungen ... setzt das Arbeitsrecht. Kenntnisse darüber, welche finanziellen, vor allem steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Folgen Beförderungen oder Incentives haben, welche Pflichten ein Arbeitgeber gegenüber den Krankenkassen und dem Fiskus erfüllen muss, gehören ebenfalls zum juristisch notwendigen Rüstzeug einer Führungskraft. Kelber, Zeißig und Birkefeld geben mit über 700 Seiten einen umfangreichen Überblick über das notwendige Grundwissen – aber vor allem auch die Erkenntnis, dass „im Falle eines Falles“ wohl kein Weg an einem spezialisierten Rechtsexperten vorbeiführen dürfte.

 

von Rechenberg Wolf-Georg, Thies Angelika, Wiechers Heiko (Hrsg)

Handbuch Familienunternehmen und Unternehmerfamilien; Gestaltungspraxis in Zivil-, Gesellschafts- und Steuerrecht

Schäffer-Poeschel,  2016

 

Man hat den Eindruck, sie, die Familienunternehmen, wären derzeit in aller Munde. Sollten sie auch sein, wenn sie – wie die Herausgeber postulieren – das Rückgrat der deutschen Wirtschaft sind. Was aber ist das Besondere  an Familienunternehmen? Was grenzt sie von anderen „normalen“ Unternehmen ab? Eine Menge – zumindest so viel, dass fast 900 Seiten damit gefüllt werden, ohne dass sich Thematiken wiederholten. Das Werk umfasst in drei Teile. Der erste mit etwas über 20 Seiten widmet sich der Definition und der Bedeutung von Familienunternehmen sowie Unternehmerfamilien. Der zweite Teil „Das Familienunternehmen“ spricht gesellschaftsrechtliche Fragen an, erklärt Besonderheiten beim Kauf und Verkauf von Familienunternehmen, hinterfragt die Möglichkeiten der Finanzierung, der Management- und Mitarbeiterbeteiligung in Familienunternehmen, gibt einen Überblick über die steuerlichen Besonderheiten und will – last but not least – Hilfestellung geben bei der Frage „Was passiert mit einem Familienunternehmen in der Krise“. Im dritten Teil wird die „Unternehmerfamilie“ analysiert angefangen vom unternehmerischen Beteiligungs- bis hin zum Privatvermögen der einzelnen Familienmitglieder. Das 3. Kapitel widmet sich der Familien-Governance. Die Stichworte Nachhaltigkeit, Bestandssicherung dürften für das letzte Kapitel im 3. Teil, dem Thema „Stiftungen und Unternehmerfamilie“, den Ausschlag gegeben haben. Ein Handbuch, das bei keinem Berater, der Familienunternehmen in seiner Mandantschaft hat, fehlen darf.

 

Nicht die Großen fressen die Kleinen, ...

 

... sondern die Schnellen die Langsamen! Stillstand ist Rückschritt. Keine dieser Weisheiten ist wirklich neu – aber sie am eigenen Leib zuz erleben, ist noch einmal etwas anderes. In einer dynamischen Gesellschaft bleiben natürlich auch Unternehmen nicht verschont von der Notwendigkeit, umdenken, sich neu zu orientieren oder sich anders, breiter oder spezialisierter, aufstellen zu müssen. Viele aber ersticken im Tagesgeschäft – auch die Unternehmenslenker und -leiter. Business Development Manager sollen helfen, den Fortschritt des Unternehmens aktiv voranzutreiben und die neuen Möglichkeiten auszuschöpfen. Die Herausgeber Lutz Becker, Walter Gora und Tino Michalski haben in dem Werk Business Development Management – Von der Geschäftsidee bis zur Umsetzung (symposion, 1 Aufl. 2014, 438 S., 69,00 €) Schritt für Schritt beschrieben, welche Aufgaben ein Business Development Managers hat und welche Vorteile der Einsatz einer solchen Fachkraft für das Unternehmen haben kann.

 

GmbH von A bis Zet

 

Auch in einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) gibt es viele Fallstricke, die nicht nur dem Geschäftsführer, sondern auch den Gesellschaftern, aber auch den Beratern von Gesellschaft und Gesellschaftern von Anfang an bewusst sein müssen. Der Ratgeber ABC des GmbH Geschäftsführers 2015 (Masuch/Meyer, Stotax, 9. Auflage 2015, 568 S., 62,80 €) behandelt gesellschafts-, insolvenz-, steuer-, arbeits- und sozialversicherungs-, haftungs- und strafrechtliche Fragen, die praxisnah und verständlich präsentiert werden. Checklisten, Musterformulierungen und kompetente Beispiele helfen dem Leser, jegliche Aspekte in die Praxis umsetzen zu können.

 

Meine Daten – Deine Daten?

 

Nicht nur in den Medien, auch im täglichen Betrieb eines kundenorientierten Unternehmens ist Datenschutz ein präsentes Thema – noch nie konnten so viele Unternehmen so viele Informationen über existierende und potenzielle Kunden so einfach abrufen. Die sich daraus zwangsläufig ergebenden Fragen sind vielfältig: Darf man eigentlich das, was man da tut, genau so tun, wie man es „schon immer“ gemacht hat? Was genau sind schützenswerte Daten? Wer hat welche Rechte an welchen Daten? Welche Daten müssen wie unternehmensintern geschützt werden? Welche Rechte und Pflichten hat der Unternehmer? Das Werk Formularhandbuch Datenschutzrecht (Koreng/Lachenmann, C.H. Beck, 2015, 593 S., 99,00 €) entwirrt für den Leser das geltende Datenschutzrecht und beantwortet sowohl juristische als auch technische Fragen rund um das Thema Datenschutz.

 

Going international: Projekte

 

Projektmanagement per se ist nicht immer einfach. Projektmanagement in einem Team ist schon nicht mehr „ganz so einfach“ – und zwar noch nicht einmal dann, wenn alle Teammitglieder „aus dem selben Stall“, also demselben Unternehmen angehörigen, aus demselben Kulturkreis stemmen. Kommen dann zu Projektarbeit und Teambuildingund -führung auch noch interkulturelle Herausforderungen hinzu, droht vielen das Aus. Sie finden nicht statt oder  werden schlecht umgesetzt. Beides kann und sollte im eigenen Interesse vermieden werden. Wenn man weiß wie, ist es möglich, den Fallstricken interkulturellen Projektmanagements zu entgehen. Au dem Weg zu einer erfolgreichen Führung internationaler Projekte hilft das Buch Erfolgreiches interkulturelles Projektmanagement (Lutz Becker, Walter Gora, Reinhard Wagner (Hrsg.), symposion 398 S., 59,00 €).

 

Bilanzen: Unternehmenskommunikation pur

 

Buchführung und Bilanzierung gehören für die meisten, die sich gerne als (zukünftige) „Macher“ sehen, zu den eher ungeliebten Aufgaben. Eine folgenschwere Fehleinschätzung. Denn ein Jahresabschluss ist nicht nur ein Managementinformationssystem, sondern ein zu oft und sehr zu Unrecht unterschätztes Instrument der Unternehmenskommunikation.

Für alle, die mit „Wirtschaft“ zu tun haben, ist es also unabdingbar, einen Jahresabschluss lesen und sinnvoll analysieren zu können. Gleichgültig, ob es sich um die Aufnahme von Geschäftsbeziehungen, strategische Beteiligungen, Investitionen oder ins Auge gefasste Übernahmen handelt.

 

Das Werk 

Die Bilanzanalyse – Beurteilung von Abschlüssen nach HGB und IFRS 

(Küting/Weber, Schäffer-Poeschel, 11. Auflage 2015, 667 S., 49,95 €) hilft „nachhaltig“, wie die 11. Auflage zeigt, und vor allem zuverlässig dabei, Jahresabschlüsse aufzubereiten und zu analysieren – und dies nicht mehr nur auf der nationalen Ebene basierend, sondern nun auch international. Nur wer Bilanzen sauber analysieren kann, der kann auch Kennzahlen richtig erstellen und interpretieren.

 

BilRuG: Unbemerkte Reform?

 

Nahezu unbemerkt für viele ist die – nach dem BilMoG – größte Reform der handelsrechtlichen Rechnungslegung in Kraft getreten und gilt für alle Abschlüsse, die nach dem 31.12015 enden. Dabei ist das BilRuG nicht nur für „die Großen“, sondern vor allem auch für kleine und mittelgroße Unternehmen wichtig. Denn es gibt neue Größenklassen für Kapitalgesellschaften, die Erleichterungen für bestimmte Kleinstkapitalgesellschaften und die Befreiungen von den Buchführungspflichten wurden präzisiert. Neu ist auch, dass es nunmehr auch handelsrechtlich eine gesetzliche Fiktion der Abschreibungsdauer von immateriellen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens und des derivatenFirmenwerts gibt. Für einen Praktiker ist es notwendig, sich schnell und praxisnah, am besten mit Praxis-Beispielen  und Checklisten einen Überblick verschaffen zu können. Diese Anforderungen erfüllt das Werk BilRUG für Praktiker (Lukas Hendricks, HDS Verlag, 146 S., 54,90 €) vollumfänglich – und frischt „nebenbei“ das vielleicht schon leicht „angestaubte“ Praktikerwissen wieder auf.

 

Einfach ein Standardwerk!

 

„Der Bruhn“, korrekt: Bruhn, Manfred: Unternehmens- und Marketingkommunikation – Handbuch für ein integriertes Kommunikationsmanagement (Verlag Franz Vahlen, München 2014, 89,00 €) ist mit stolzen 1343 Seiten in der dritten Auflage erschienen. Während zwischen erster (2005) und zweiter Auflage (2011) immerhin noch sechs Jahre lagen, war die dritte Auflage bereits nach nur drei Jahren notwendig. Die Gründe benennt Bruhn in seinem Vorwort: verschärften Kommunikationsbedingungen, zunehmende Bedeutung von dialog- und beziehungsorientierter Kommunikation, vielfältige Kommunikationskanäle und -instrumente. Es gilt, durch eine integrierte Unternehmenskommunikation bei den Zielgruppen wahrgenommen zu werden. Das galt zwar „schon immer“, wurde aber und – ohne Prophet zu sein – wird weiter immer schwieriger, da eben diese Zielgruppen immer weniger Interesse an den „klassischen“ Marketinginstrumenten und -kanälen haben.

Bei diesem Standardwerk wissen nicht nur Studierende, sondern auch Praktiker zu schätzen, dass es das gesamte Gebiet der Unternehmens- und Marketingkommunikation abdeckt, also nicht nur die externe Kommunikation mit Kunden, sondern auch die interne mit Mitarbeitern. Wichtig: Bruhn zeigt bei aller notwendigen Kreativität auch die rechtlichen Bedingungen oder die freiwillig eingehaltenen Grenzen auf – und damit, dass es „auch anders“ geht.

 

Über den Zaun geschaut

 

Aus der Wirtschaftsgeschichte lernen? Nötig wäre es, möglich wäre es auch. Krisenbeispiele gibt es genug – mit Entstehungsgründen und pendelartigen Gegenreaktionen. Liberale Ökonomen, soziale Unternehmer und nachhaltige Erfolge sind ebenfalls keine „Erfindung“ der neueren Zeit.

Pleitestaat Irland – wie konnte es dazu kommen? Wie sind die Auswirkungen auch auf die Gesellschaft? Sind Eliten notwendig? Wer sonst investiert, erneuert oder hinterfragt? Was ist Glück? Wie beeinflusst die Glücksforschung Politik und Wirtschaft?

Die Welt wird immer mehr zu Dorf – bedingt auch durch die offene Kommunikation über Social Media und durch den grenzenlose Informationsbeschaffung über Internet. Dennoch (oder gerade deswegen?) gibt es aber offensichtlich immer noch genügend Missverständnisse zwischen Angehörigen unterschiedlicher Kulturen, auch (oder gerade?) von solchen, die dem gleichen Sprachkreis angehören.

Torsten Bügner und Jörg Schweigard haben mit „Ökonomie interdisziplinär“ einen interessanten Sammelband mit zahlreichen Beiträge aus dem drei großen Bereichen Wirtschaftsgeschichte und -philosophie,-politik und Wirtschaftskommunikation herausgegeben (AKAD Forum, Band 2, expert verlag, Renningen, 2. Auflage 2014, 29,80 €).

Eine spannende Lektüre mit garantierten bestätigenden déjà-vu-Erlebnissen oder „ganz anderen“ Erfahrungen, vor allem bei den Beiträgen aus Wirtschaftspolitik und Wirtschaftskommunikation. Aber genau damit wäre ja der Sinn der Beiträge erfüllt: sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

 

Der Mensch – das unberechenbare Wesen?

 

Generationen von Wirtschaftswissenschaftlern, Philosophen, Psychologen, Ethikern, aber auch Mathematiker und Informatiker sowie nolens volens in ihrem Gefolge Studierende haben sich mit dem „homo oeconomicus“ beschäftigt. Die Wortherkunft ist ziemlich eindeutig: „homo“ (lateinisch: Mensch) und „oeconomicus“ (lateinisch, griechisch „oikus“: der Haushalt). Wohl Perikles (500 – 429 v.Chr.) hat erstmals das Wort „oikonomia“ benutzt als alle „vernünftigen Handlungen in einem Haushalt eines freien Bürgers“. Auch in den Werken der griechischen Philosophen Sokrates (469 – 399 v. Chr.) und Aristoteles (384 – 321 v. Chr.) ist die Rede von „Ökonomik“ und „Politik“. Schon damals gab es die Diskussion um „Gerechtigkeit“ beim Wirtschaften, z.B. bei Händlergewinnen, gerade auch in Notsituationen.

Der „homo oeconomicus“ handelt nach ausschließlich wirtschaftlichen Kriterien im komplett freien Markt. Nur Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite. Im Modell hat der  „homo oeconomicus“ sowohl örtlich als auch zeitlich die vollkommene Markttransparenz und er ist das Urbild des „gewissenlosen“ Unternehmers / des gewissenlosen Konsumenten (Verbrauchers).

In aktuellen Zeiten haben diese Art der Sammlung und Auswertung von Informationen sowie die standardisierte Reaktionen längst Rechner übernommen. Seit Speicherkapazitäten kein wirkliches Problem mehr sind, können Unmengen von Daten in einer extrem kurzen Zeit aus- und verwertet werden. Die Reaktionen sind berechenbar, denn programmiert, also vorgeschrieben – allerdings von Menschen – und damit nicht nur dokumentiert, sondern auch nachvollziehbar – allerdings auch „nur“ von Menschen.

Menschen aber handeln irrational – und damit gibt es genügend Ansätze, die den „Faktor Mensch“ unberechenbar in der Ökonomie machen. Jörg Schweigard hat mit „Der unberechenbare Faktor Mensch“ kritische Beiträge zum Modell des homo oeconomicus herausgegeben (AKAD Forum, Band 6, expert verlag, Renningen 2014, 28,80 €). Warum beispielsweise machen Menschen Fehler? Was treibt einen Unternehmer an, was macht ihn aus? Was ist der „Entrepreneurial Spirit“? Warum geraten Menschen in in Massen in Panik? Welche Rolle spielen die (gar nicht mehr so) „neuen Medien“ in der Bildung? Wie sollten Social Media genutzt werden – Stichwort „Schwarmintelligenz“?

Eine definitiv interessante Lektüre, bei der man nicht mit allen Ergebnissen konform gehen muss und nicht mit allen Meinungen übereinstimmen muss – aber genau das ist das Spannende und Wichtige an diesem Buch.

 

Weg vom „Dino“ hin zum „CINO“!

 

Nicht erst, seit Changemanagement in aller Munde und in manchen Köpfen ist, nicht erst, seit nicht wenige Traditionsunternehmen wegen fehlender Innovationen ins Schleudern gerieten oder ganz vom Markt verschwanden, müsste eigentlich klar sein: Ohne Innovationen geht recht schnell nichts mehr. Dass sich (auch noch) die Veränderungsgeschwindigkeit enorm erhöht hat und wohl weiter erhöhen wird, macht es nicht einfacher für die Unternehmenslenker, Schritt zu halten oder gar vorneweg zu marschieren.

Die aus dieser Problematik entstandene Grundidee ist eigentlich einfach: Wenn es für alle anderen Bereich Manager gibt, warum dann nicht auch für den überlebenswichtigen Bereich „Innovationen“. Auch ein Titel wäre in bester „Denglish“-Manier schnell gefunden: Nach CEO und CFO und ... könnte es dann auch CINO, einen Chief Innovation Officer, geben. Die geradezu zwangsläufige Assoziation zu Kaffee, (konkret Cappuccino) wäre gut, weil der ja auch als „Muntermacher“ (wenn auch abgemildert durch schaumgeschlägerte Milch) gilt.

Hans-Gerd Servatius und Frank t. Piller haben mit „Der Innovationsmanager“ einen interessanten Sammelband mit zahlreichen Beiträgen etwa zur Analyse bestehender Innovationssysteme, zur Ganzheitlichkeit eines Innovationsmanagements über das mögliche Profil eines Innovationsmanagers bis hin zur Möglichkeit der Wertsteigerung durch ein ganzheitliches Innovationsmanagement herausgegeben (Symposion Publishing, Düsseldorf 2014, 59,00 €).

Ganz auf den eiligen Leser ausgerichtet, ist jedem (kurzen) Kapitel ein Teaser mit dem wesentlichen Inhalt vorangestellt. Zusätzlich wird in Kasten mit drei Punkten aufgezählt, was der Leser, wenn er es denn läse, in dem Beitrag erführe. Zum Schluss jedes Kapitels gibt es dann auch noch eine Zusammenfassung. Diese Art der Aufbereitung und des „Leser-bei-der-Stange-Haltens“ ist in der heutigen Zeit sinnvoll und angebracht – es ist und bleibt wohl ein frommer Wunsch, dass (auch) ein (Sach- und Fach-)Buch von Anfang bis Ende gelesen wird. Dabei würde es sich lohnen!

 

Der Jahresabschluss – national und international

 

Buchführung und Bilanzierung gehören für die meisten, die sich gerne als (zukünftige) „Macher“ sehen, zu den eher ungeliebten Aufgaben. Eine folgenschwere Fehleinschätzung. Denn ein Jahresabschluss ist nicht nur ein Managementinformationssystem, sondern ein Marketinginstrument „vom feinsten“.

Wer einen Jahresabschluss lesen und sinnvoll analysieren kann, der erfährt sehr viel über das Unternehmen – manchmal mehr, als den Unternehmenslenkern lieb ist.

Wer einen Jahresabschluss so aufstellen kann, dass innerhalb der gesetzlichen Vorschriften das, was er will, so wie er es will an die Öffentlichkeit, an Share- und Stakeholder, an potentielle Anteilskäufer und Investoren, oder auch „nur“ Mitarbeiter gelangt, der hat die hohe Kunst der Politik verinnerlicht.

Auch mit der 6. Auflage ihres Buchs „Der Jahresabschluss - Nationale und internationale Rechtsvorschriften, Analyse und Politik (Verlag Franz Vahlen München 2014, 1038 Seiten 49,80 €) leisten Michael Bitz, Dieter Schneeloch, Wilfried Wittstock und Guido Patek einen wertvollen Beitrag zum Verständnis der Natur eines Jahresabschlusses. Da alle Autoren nicht nur als Praktiker, sondern auch als Lehrende tätig sind, ist das Buch ein echter Gewinn vor allem für Studierende der Wirtschaftswissenschaften, aber auch für Praktiker, Analysten und Controller, die einen fundierten Rundumblick zum Thema Jahresabschluss haben wollen.

 

Ende gut, alles – nicht immer einfach – gut

 

Auch eine GmbH kann freiwillig „sterben“: Ein Gesellschaftsvertrag ist ein letztendlich „ganz gewöhnlicher“ Vertrag, der entweder von vornherein mit einem Beendigungsdatum versehen oder kündbar respektive auflösbar ist. Präsenter in der Öffentlichkeit sind die „unfreiwilligen“ Beendigungen von Kapitalgesellschaften, die Insolvenzen. Dabei spielen Liquidationen durch Gesellschafterbeschluss in der Praxis eine zunehmend wichtige Rolle, etwa bei der Übernahme von Unternehmen und der danach häufig folgenden Umstrukturierung innerhalb eines Unternehmensverbundes oder Konzerns.

Der Leitfaden „Die GmbH in der Liquidation“ (2. Auflage, Beck Verlag, München 2014) von Malte Passarge und Christoph Torwegge behandelt umfassend – und natürlich unter Berücksichtigung der Neuerungen durch das MoMiG sowie der dazu bereits ergangenen Rechtsprechung – die einer GmbH-Liquidation auftretenden Themen, wie z.B. die Vermögenszuordnung, die Haftung der Liquidatoren, die Pensions- und Produkthaftungsverbindlichkeiten, Bilanzierung und Besteuerung. Zunächst geben die beiden Autoren einen Überblick über Handlungsalternativen und den Ablauf einer Liquidation. Die Muster in deutscher wie in englischer Sprache für die erforderlichen Beschlüsse, Erklärungen und Anmeldungen sowie Checklisten zur Durchführung der Liquidation sind sehr hilfreich zur eigenen ersten Information und Ideensammlung. Damit dürfte klar sein, dass hier vor einem „Do it yourself“-Verfahren eigentlich nur gewarnt werden kann.

Neu im Vergleich zur ersten Auflage sind die ausführlichen Erläuterungen zu den Besonderheiten einer Liquidation einer Vor-GmbH, einer gemeinnützigen GmbH, von Freiberufler-GmbHs und einer haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft.

Ein Fachbuch, das Experten und sachkundigen Betroffenen einen sehr guten Überblick gibt.

 

Blut ist dicker als Wasser – aber nicht immer besser

 

Geradezu regelmäßig in den letzten zwei Jahrzehnte sind die Unternehmensnachfolge und vor allem das Fehlen qualifizierter und williger Unternehmens- oder Unternehmernachfolger Themen in Medien, Vorträgen, Workshops ...

Nach einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (ifm) Bonn strebt die Mehrheit der Übergeber für den Fall ihres Rückzugs aus dem Unternehmen eine familieninterne Nachfolge an, wobei das Unternehmen am häufigsten an einen Sohn übergehen soll. Fast ein Drittel der Übertragungen erfolgen an externe Führungskräfte, andere Unternehmen oder andere Interessenten von außerhalb (unternehmensexterne Lösungen). Etwa 17 Prozent der Familienunternehmen übertragen das Unternehmen an Mitarbeiter (unternehmensintern). Dieser Wunsch stößt aber häufig auf wenig Gegenliebe – und zwar nicht nur aus der Tatsache heraus, dass viele „ausgeguckte“ familiäre Nachfolger ganz andere, eigene Zukunftspläne haben.

Albert Walter Huber hat sich mit „Betriebsübergabe – Betriebsübernahme an/durch familienexterne Personen und Unternehmen (Linde international, Wien 2014, 37,00 €)die absolut lobenswerte – und nötige! –  Arbeit gemacht, einen Leitfaden für Klein- und Mittelunternehmen zu erstellen.

Gar nicht genug kann die Tatsache hervorgehoben werden, dass Huber erstens den Blick über den (deutschen) Tellerrand hinaus auch ins deutschsprachige Ausland unternimmt, vor allem aber auch, dass er die Unternehmensübergabe und -übernahme strategisch ausleuchtet, Businesspläne aus beiden Blickwinkeln sowie Durchführung und Transformation beschreibt. Anders ausgedrückt: Er widersteht in wohltuender Weise der Versuchung, Unternehmensübergabe und -übernahme auf steuerliche Optimierungen oder Kreditrating-Überlegungen zu reduzieren.

Man sollte das Buch nicht nur gelesen, sondern auch durchgearbeitet haben – am besten vor der Übergabe oder Übernahme.

 

Endlich verstehe ich meinen Mac richtig

 

Viele Menschen benutzen ihren Mac zwar, nutzen ihn und seine Funktionen aber nicht vollständig aus. Wer seinen Mac mit dem Betriebssystem OS X Mavericks von Grund auf kennenlernen will und lernen will, die zahlreichen Programme optimal zu nutzen, für den hat Thomas Kuhn in seiner Video-Trainings-DVD Das große Mac-Training - OS X Mavericks verständlich erklärt (Galileo Design, 2013, DVD, 12 Stunden, 39,90 EUR).

Kuhn hat aber auch Tipps parat, die selbst fortgeschrittene Mac-User noch nicht kennen dürften.

Durch mehr als 100 Videos, Fotos und eine visuelle Schritt-für-Schritt Anleitung werden dem Mac User alle Tools zur effektiven Mac-Nutzung verständlich erklärt.

Kurzes Fazit: Die DVD ist empfehlenswert, weil sie mehr als nur solide Grundlagen schafft!

 

Medien managen = gemanagte Medien = mediale Manager?

 

Was ist Medienmanagement? Oft – was nicht richtig sein muss und es meines Erachtens nach auch nicht ist – wird Medienmanagement reduziert auf die Führung von Medienunternehmen. Dass auch in anderen Unternehmen mit und über Medien kommunizieren wird, wurde bislang zu häufig ausgeklammert.

Was ist öffentliche Kommunikation? Eine Kommunikation, die gegenüber der Öffentlichkeit stattfindet, also jede Kommunikation, auch die nach innen und nach außen gerichtete Kommunikation eines Unternehmens.

Wie findet Kommunikation statt? Direkt oder indirekt, aber immer mittels eines Mediums.

Es ist das Verdienst von Thomas Becker, nachvollziehbar, strukturiert und fundiert in seinem Buch „Medienmanagement und öffentliche Kommunikation“ Springer VS, Wiesbaden 2014, den Einsatz von Medien in der Unternehmensführung und im Marketing zu beschreiben, auf Tauglichkeit zu analysieren und nicht nur praxisorientierte, sondern auch praktische Hilfestellungen zu geben.

Thomas Becker wollte ein Lehrbuch schreiben. Das ist ihm gelungen.

Darüber hinaus aber ist ihm auch ein wissenschaftlich fundiertes Werk für Praktiker gelungen. Warum ist das wichtig? Weil meiner Ansicht nach auch ein Praktiker nicht nur wissen sollte, dass etwas funktioniert, sondern auch wie und warum es funktioniert – oder eben halt nicht funktioniert. Die „Trial-and-Error“-Methode in der Unternehmenskommunikation kann sich heute niemand mehr leisten. Und zwar nicht mehr nur wegen des Geldes – siehe Controlling und siehe Kostenmanagement – sondern vor allem wegen der Öffentlichkeit der Kommunikation und der Rolle, die Journalisten, der Prosument, der Rezipient, die Social Media und andere Massenmedien spielen, sowie der Geschwindigkeit, mit der Kommunikation heutzutage stattfindet. Es wäre müßig, hier die Kommunikationsfehler der letzten Jahre aufzuzählen. Als Schlaglichter neueren Datums mögen die Hinweise auf ADAC und Deutsche Bank genügen.

Dass Thomas Becker nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Praktiker ist, kam seinem Buch zugute: Es ist verständlich geschrieben ohne manieristische Schnörkel. Es ist in seiner Einfachheit („Warum bin ich nicht selbst darauf gekommen?“) teilweise verblüffend. Es ist in seiner Umfänglichkeit ein gutes Lehrbuch für Studierende und ein richtiger Ratgeber für die öffentliche Kommunikation eines Unternehmens und dem Einsatz von Medien, die das Unternehmen ohnehin schon hat und nutzt.

Thomas Becker schafft mit seinem Buch Medienmanagement eine Schnittstelle zu Wissensmanagement, Qualitätsmanagement, Prozessmanagement, Projektmanagement und Personalmanagement innerhalb eines Unternehmens, gleichgültig welcher Branche. Es erklärt aber auch, wie Medien außerhalb des Unternehmens auf die Unternehmenskommunikation reagieren (können).

Die fünf großen Kapitel „Medienmanagement und Kommunikation“, „Medienmanagement im Marketing-Mix“, „Medienmanagement als Führungsinstrument und Medien“, „Journalismus und öffentliche Meinung die Zielgruppen“ decken das kommunikative Umfeld eines Unternehmens breit ab. Die Zusammenfassung steht – studierenden- und praktikergerecht – vor jedem Kapitel. Damit hat der Leser einen Überblick, was ihn im Kapitel erwarten wird, wenn er es liest. Es ermöglicht ihm aber auch zu entscheiden, ob er das Kapital überblättert und mit einem anderen beginnt. Lessons Learned im Kasten machen kurz deutlich, worauf es dem Autor besonders ankommt, dass es beim Leser ankommt.

Das Buch ist absolut empfehlenswert, weil es Grundlagen schafft!

Und nichts würde sich besser als Fazit eignen, als das, was Thomas Becker in seinem DocBlock selbst schrieb: „Medienmanagement ist eine zentrale Führungsqualifikation, ohne die man in der immer stärker vernetzten Gesellschaft nicht mehr dauerhaft im internationalen Wettbewerb bestehen kann. Unternehmen sind gut beraten, frühzeitig ihre Führungskräfte entsprechend zu schulen und bei der Auswahl neuer Mitarbeiter Qualifikationen im Medienmanagement zu verlangen.“

Dem ist nichts hinzuzufügen!

 

Nachhaltigkeit – nun auch (endlich?) in der Betriebswirtschaftslehre angekommen

 

Kostenreduktion ist eines der zentralen betriebswirtschaftlichen Themen der letzten Jahre. Ob immer sinnvoll oder nicht oder ob eher „gespart wird, egal, was es kostet“, sei dahingestellt.

Evident sinnvoll sind Überlegungen zum ressourcenschonenden Energieeinsatz.

Überlegungen zur Nachhaltigkeit machen aber vor keinem betriebswirtschaftlichen Gebiet halt, gleichgültig, ob Personal-, Innovations-, Umweltmanagement, Marketing, Controlling oder Unternehmensführung.

In dem von Dietmar Ernst und Ulrich Sailer herausgegebenen Buch „Nachhaltige Betriebswirtschaftslehre“ (UVK Lucius, München 2013, 372 S., ISBN 978-3-8252-3977-0, 29,99 EUR) kommen 14 Professoren (männlich und weiblich) der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, darunter zwar mehrheitlich Betriebswirte, aber auch Juristen und Umweltingenieure zu Wort.

Persönliche Wertung: Ein – nicht nur wegen der Energiewende – absolut lesenswertes Grundlagenbuch

 

Wie Du kommst gegangen – so wirst Du empfangen

 

Professionelle Business-Kommunikation war schon immer wichtig. Noch wichtiger ist sie in einer Zeit, in der die Sitten teilweise zu verrohen drohten. Je schneller die Medien wurden, desto weniger wurde auf Formen geachtet – leider auch auf Höflichkeit und Achtung vor dem Leser, Hörer und Zuschauer.

Gabriele Borgmann hat mit „Business Texte – Von der E-Mail bis zum Geschäftsbericht“ ein praxisorientiertes Handbuch der Unternehmenskommunikation (Linde International, Wien 2013, ISBB 973-3-7093-0490-7, 19,90 EUR) verfasst, das auch Nicht-Profis Texten leichter macht.

Borgmann erklärt Schritt für Schritt, wie gute Texte entstehen, gibt Tipps, Hinweise auf weiterführende Portale im Internet oder „einfach“ (und deshalb schwer genug!) Tipps, wie Texte – egal ob schriftlich oder solche, die später mündlich vorgetragen werden sollen – verfasst werden können und sollen.

Dass Borgmann selbst ein Profi ist, hilft. Ihre Ratschläge sind plausibel, nachvollziehbar und vor allem. machbar. Sie schreckt glücklicherweise auch nicht davor zurück, vermeintliche Selbstverständlichkeiten, wie z.B. die Impressumspflicht, zu erläutern. Dadurch macht sie ihr Buch zu einem Allrounder für alle, die in der Unternehmenskommunikation arbeiten (müssen oder dürfen).

 

Fare bella figura – auch im Netz!

 

Ohne einen professionellen Internetauftritt ist es heutzutage nicht mehr möglich, ein Unternehmen erfolgreich zu präsentieren. Selbst Privatpersonen tendieren mehr und mehr dazu, ihr Profil im World Wide Web darzustellen.

Je höher die Flut der Informationen ist, desto wichtiger ist es, die Internetpräsenz benutzerfreundlich und ansprechend zu gestalten.

Was aber genau, macht eine gute Internetseite aus? Die  Geschmäcker sind ja bekanntlich sehr verschieden! Ist es eher der bunte, dynamische und technisch ausgereizte Internetauftritt, der gefällt? Oder eher die traditionelle, statische Präsentation?

Manuela Hoffmann zeigt in „Modernes Webdesign – Gestaltungsprinzipien, Webstandards, Praxis“ (Galileo Design, Bonn, 3. Auflage 2013, 422 S., ISBN 978-3-8362-1796-5, 39,50 EUR) Schritt für Schritt, wie erfolgreiche Webdesigns modern und technisch korrekt umgesetzt werden.

Das Standardwerk gibt nützliche Tipps und ist dank der logischen Gliederung und der Vielzahl an Screenshots einfach und für jeden umsetzbar.

In der DVD Rom, die im Buch enthalten ist, erfahren Sie anhand Video-Lektionen, wie Sie unter anderem Webdesign mit Photoshop umsetzen, wie Arbeitsvorlagen auf Basis von HTML, CSS und Photoshop funktionieren. Die erfahren auch die gesamten Quelltexte der vielen Beispiele, die das Buch enthält und noch vieles mehr.

Das Buch beginnt bei den Grundlagen zum Thema Web und Webdesign und ist damit auch geeignet für Einsteiger und Studenten.

Aber auch für die tägliche Arbeit im Bereich Webdesign enthält das Werk viele Tricks und Kniffe, die von der Autorin, einer langjährigen freien Grafikerin, anschaulich erläutert werden.

Die dritte Auflage des Buches enthält viele Neuerungen, die die Medienlandschaft in den letzten Jahren erfahren hat, beispielsweise HTML5 und CSS3. Das Buch ist eine Bereicherung für alle angehenden und professionellen Webdesigner, die sich auf den neuesten Stand der Technik halten wollen und mit den neuesten Methoden arbeiten möchten.

 

Make or Buy?

 

Wer sich für „Make“ entscheidet, wer also seine eigene Webseite erstellen will, der braucht nicht nur Grafik-Know-How und einen griffigen, ansprechenden Text – er darf auch die technische Seite nicht außer Acht lassen.

Um die Umsetzung einer Internetpräsenz erfolgreich zu gestalten, bedarf es viel Grundwissen, unter anderem welche Provider geeignet sind, wie man sich einen Domain-Namen sichern kann und wie man eine Webseite anlegt. Mit der Software Adobe Dreamwaver CS6 kann man Webseiten und Apps in kürzester Zeit entwickeln. In seinem Werk „Adobe Dreamwaver CS6 – Der praktische Einstieg“ (Galileo Design, Bonn, 1. Auflage 2012, 415 S., ISBN 978-3-8362-1890-0, 24,90 EUR) erklärt der Autor Hussein Morsy anhand einer Beispielwebseite und mit übersichtlichen Screenshots Schritt für Schritt, wie das Erstellen und Veröffentlichen einer Webseite mit Adobe DreamwaverCS6 vonstattengeht.

Nach der grundlegenden Einführung erläutert der Autor, wie die Webseite mit Hilfe der Software professionell gestaltet werden kann und Dienste wie YouTube, Google Maps und Twitter integriert werden können.

Die neuen medialen Entwicklungen wie Smartphones und Tablets verlangen außerdem eine Anpassung der Webseiten an die speziellen Gerätegrößen – auch für die Umsetzung einer „universelle“ Webseite gibt Morsy eine verständliche und einfach umsetzbare Anleitung.

Das Werk ist absolut empfehlenswert für jeden, der seine Webseite mit Adobe Dreamwaver CS6 einfach und effizient umsetzen will.

 

Ein echter „Silberrücken“

 

„Der Wöhe“, korrekt der Wöhe/Döring, Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre“ feiert das silberne Jubiläum, die 25. Auflage (Verlag Franz Vahlen, München 2013, 32,90 Euro). Seit gut 50 Jahren gehört er zu der absoluten Standardliteratur der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre. Nicht nur Studienanfänger, sondern auch Praktiker wissen zu schätzen, dass er das gesamte Gebiet der Betriebswirtschaftslehre abdeckt ohne in ein vermeintlich zeit- und platzsparendes „Fachchinesisch“ zu verfallen. Im Gegenteil: Auch dem Laien werden betriebswirtschaftliche Grundproblematiken und Entscheidungskriterien verständlich und einfach erklärt.

Der Zeitknappheit der Studierenden geschuldet ist die Tatsache, dass „der Wöhe“ sich trotz neuer Themengebiete um 60 Seiten verschlankte und jetzt „nur“ noch 1.018 Seiten umfasst. Besonders hilfreich bei der schnellen und zielgerichteten Wissensaufnahme sind die rund 800 Abbildungen und Übersichten sowie die durchgängig zweifache Gestaltung. Gerade für Laien, die bestimmte Probleme (noch) nicht sicher den jeweiligen Bereichen zuordnen könne, oder für diejenigen, die das Werk zum Nachschlagen nutzen wollen, ist das umfangreiche Stichwortverzeichnis eine große Hilfe.

Die kostenlose App „BWL trainer“ soll ab Herbst die Inhalte (nicht nur den) Studierenden spielerisch nahe bringen.